Gold und Bronze für Folz 

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Gold und Bronze bei den Landesmeisterschaften: Franziska Folz, die für den TV Wattenscheid startende Altenaerin. 

Hagen - Für die Höhepunkte aus heimischer Sicht sorgte bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften der Altersklassen U20 und U18, die am Wochenende im Hagener Ischelandstadion stattfanden, Franziska Folz: Die für den TV Wattenscheid startende Altenaerin gewann am Sonntag im Diskuswurf der W18 die Goldmedaille, zudem tags zuvor im Kugelstoßen Bronze.

Auf die Goldmedaille deutete am Sonntag in der neunköpfigen Konkurrenz zunächst nur wenig hin. Einem ungültigen Versuch folgten mäßige 29,80 m, dann mit 33,93 m ein erster akzeptabler Versuch. Im vierten Durchgang war die Freude dann aber groß, als sich Folz (Bestleistung 36,25 m) auf 35,86 m steigerte, damit die Führung übernahm. Und die sollte sie nach einem guten Schlussakkord (35,73 m) nicht mehr abgeben, verwies Topfavoritin Leonora Ahmetaj (LG Olympia Dortmund/35,67 m) und Jana Riermann (LG Rosendahl/34,80 m) auf die weiteren Medaillenplätze.

 Dieses Trio hatte auch tags zuvor im Kugelstoßen die Medaillen unter sich ausgemacht; hier waren gleich 25 Mädchen am Start gewesen. Und erneut hatte die Altenaerin aufgrund technischer Probleme nur schwer in den Wettkampf gefunden, mit einer Bestweite von 13,05 m angereist (aufgestellt Mitte Mai an gleicher Stelle), waren 11,70 m, 11,69 m und ein „Ungültiger“ nicht das, was sich Folz für ihre ersten drei Versuche vorgestellt hatte. Im vierten Durchgang folgte dann mit 12,72 m aber eine deutliche Steigerung, was zu diesem Zeitpunkt Platz zwei bedeutete. Volles Risiko war also für die letzten beiden Versuche angesagt, doch der vierte Versuch blieb ihr bester. Hingegen steigerten sich ihre zwei Hauptkonkurrentinnen im sechsten Durchgang: Siegerin Jana Riermann kam auf 14,04 m, die zweitplatzierte Leonora Ahmetaj auf 13,78 m.

Arg gerupft wurde derweil die LG Lüdenscheid, die eigentlich mit acht qualifizierten Nachwuchskräften in der Volmestadt starten wollte. Hatte Sprinter Tim Dahlhaus wegen einer Nasen-OP schon am Freitag gepasst, so musste Trainer Johannes Riedel am Samstag aus Verletzungs- bzw. Krankheitsgründen noch die kurzfristigen Absagen von Weitspringerin Alice Janoschka sowie den Mittel- und Langstrecklern Philipp Mundinger und Johanna Krüger quittieren.

 Und auch der erster Start eines LGers verlief alles andere als nach Plan, denn im dritten Zeitendlauf über 800 m in der M18-Klasse erhielt Felix Seyfried nach nicht einmal 500 m von einem Kontrahenten einen Tritt in die Wade und stürzte. Zwar rappelte er sich wieder auf, hatte aber seinen Rhythmus verloren und blieb als 23. der Gesamtwertung mit 2:19,42 Minuten mehr als acht Sekunden über seiner Bestzeit. Wesentlich besser lief es am Samstag für seine Vereinskollegin Ansuze Kaufmann. In einem Riesenfeld von insgesamt 52 Sprinterinnen schied sie als als Sechste im siebten Vorlauf über 100 m der U18-Klasse zwar aus, stellte mit 13,26 Sekunden aber einen neuen „Hausrekord“ auf. Und eine Qualifikation für den B-Endlauf wäre ohnehin unrealistisch gewesen, denn dazu waren 12,82 Sekunden nötig.

Am Sonntag waren dann noch zwei 400 m-Läuferinnen in der U18-Klasse im Einsatz (13 Teilnehmerinnen). Sowohl Helen Thews (65,57 Sekunden) als auch Anna Schulte-Huermann (66,40) blieben knapp über ihren bisherigen Bestzeiten, belegten die Ränge zwölf und 13.

Von der LG Halver-Schalksmühle musste Laura Bleul verzichten – im Nachhinein sehr bitter. Denn zumindest im Kugelstoßen der W20 wäre bei normaler Leistung eine Medaille realistisch gewesen. So war einzig Mittelstreckler Frederik Ebinger am Start, der am Samstag über 800 m in der U20-Klasse in der zweiten Runde aber regelrecht einbrach und als Gesamtzwölfter mit 2:14,81 Minuten mehr als acht Sekunden über seiner erst vor ein- eineinhalb Wochen aufgestellten Bestzeit blieb.

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