Kreativabteilung der Rot-Weißen blutet aus

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Neue Hiobsbotschaft für Rot-Weiß: Mit Routinier Lars Scheerer fällt eine weitere Kreativkraft aus dem Mittelfeld der Bergstädter wegen einer Muskelverletzung aus.

LÜDENSCHEID -  Ein bisschen verzweifelt ist Robert Krumbholz schon: „Wir haben in der ganzen Saison nicht zweimal hintereinander in gleicher Besetzung auflaufen können“, beklagt der Bezirksliga-Trainer von RW Lüdenscheid auch vor dem Gastspiel von Fortuna Freudenberg (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) in der Bergstadt die fast unglaubliche Ausfallserie bei den Bergstädtern.

Gegen die Siegerländer wird’s vor allem in der Kreativabteilung eng: Nach Marco Carbotta, Timo Sommer und Neuzugang Piero Rizzi (alle verletzt) hat’s nun auch Routinier Lars Scheerer erwischt. Ob eine schwere Zerrung oder ein Faserriss den 35-Jährigen im Oberschenkel zwickt, steht nicht genau fest, wohl aber, dass er mindestens drei Wochen ausfällt. Zudem ist der erkrankte Tom Albrecht wohl keine Option. Für das Aufbauspiel der Bergstädter ein schwerer Rückschlag, der Krumbholz einmal mehr zum Improvisieren zwingt. „Ich wünsche mir einmal vor einem Spiel auch positive Nachrichten“, hadert der Coach mit seinem Schicksal, ohne freilich die Flinte ins Korn zu werfen. Vielmehr hat er sein fußballerisch eigentlich gut bestücktes Aufgebot inzwischen auf den Abstiegskampf eingeschworen: „Jeder weiß bei uns, um was es geht“, sagt er vor dem Duell mit den punkt- und deshalb sorgengleichen Fortunen. Die haben freilich nach dem Rücktritt von Trainer Andreas Wieczorek (persönliche Gründe) mit Dirk Martin einen neuen Mann an der Seitenlinie. Eine Personalie, die im Normalfall noch einmal wieder neue Kräfte freisetzt. „Nur bei uns gibt’s fast ausschließlich Negatives“, orakelt Krumbholz, sagt aber auch entschlossen: „Wir müssen da durch und das Beste aus der Situation machen.“

„Defensiv sicher stehen“, heißt die neue (Erfolgs-)Formel am Nattenberg. „Wir müssen endlich wieder zu Null spielen“, sagt Krumbholz. Zuletzt war das RWL vor 154 Tagen beim 4:0-Erfolg in Werdohl gelungen.

Ergo gilt: Defensiv aufpassen und dann über die schnellen Schönrath, Urbas, Platt und Tuz kontern. Neuzugang Alaouie könnte nach guten Trainingseindrücken schon in die Startelf auf die „6“ rücken. - jig

RWL: Brackmann, Reich – Vassos, Öztürk, Katsaros, Polo, Besirlioglu, Sattler, Alaouie, Platt, Schönrath,Urbas, Tuz, Jindou, Özsoy

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