Langscheid am Düsterloh früh auf Kurs

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Läuferisch und kämpferisch gaben die Langenholthauser – hier Daniel Filip – im Kreispokal gegen Westfalenligist Langscheid/Enkhausen ihr Möglichstes. Nach 90 einseitigen Minuten hieß es aus TuS-Sicht standesgemäß 0:7.

BALVE - Wer nach ziemlich genau einer Stunde Marco Szczygiel schimpfen hörte, der konnte meinen, dass seine Mannschaft im Hintertreffen gelegen hätte. Dem war nicht so: Fußball-Westfalenligist SuS Langscheid/Enkhausen führte im Erstrunden-Kreispokalspiel beim TuS Langenholthausen mit 4:0, nach 90 Minuten hieß es standesgemäß sogar 7:0 Mit den ersten 20 Minuten nach Wiederbeginn aber war der Trainer der Gäste von der Sorpe überhaupt nicht einverstanden.

„Jetzt spielt mal wieder mit Hirn, meine Güte! Ihr müsst wieder ‘ne Schüppe drauf legen. 20 Minuten sind fast rum und es ist nichts passiert“, meckerte Szczygiel mit seinen Schützlingen – und machte damit indirekt den Gastgeber das größte Kompliment. Die hatten nach Wiederbeginn – jetzt mit Ömer Günes und Ali Ceylan, dann auch noch mit Dennis Bonevski – ihre beste Phase.

Läuferisch und kämpferisch konnte man dem TuS ohnehin nichts vorwerfen. Der Zwei-Klassen-Unterschied in dieser Partie war von Beginn an offensichtlich und der Traum von einer Überraschung war für die dezimierten Gastgeber schnell passé. Schon nach exakt 89 Sekunden zappelte das Leder erstmals im Netz hinter Keeper Freddy Schäfer, der am 0:1 alles andere als unschuldig war und auch beim zweiten Gegentreffer schlecht aussah, als er den Ball nach Kulischs scharfem, leicht abgefälschten Freistoß aus dem Halbfeld fallen ließ und Schaff zum 0:2 einlud.

Im weiteren Verlauf der einseitigen Begegnung vor rund 70 Zuschauern auf dem Sportplatz Düsterloh bekam Schäfer aber auch einige Male entscheidend die Finger an die Kugel, verhinderte damit zumindest ein zweistelliges Ergebnis. Das wäre allemal möglich gewesen, wenn bei Langscheid Hunecke, der Ex-Werdohler Brüll, Vento, Kulisch, Rademacher oder Banyik konsequenter mit ihren Chancen umgegangen wären

So aber standen unter anderem je ein Latten- und ein Pfostentreffer zu Buche, dazu ein regulärer Banyik-Treffer, den Referee Schumacher fälschlicherweise nicht gab. „LA“ hatte Schüsse von Ceylan und Ö. Günes zu bieten – ein normaler Spielverlauf.

TuS: Schäfer – Grote, Trawinski, Gülsen, Schwartpaul (46. Ceylan) – Scherner, E. Günes – Wördemann, D. Filip (63. Bonevski), Keklik (46. Ö. Günes) – J. Filip

Schiedsrichter: Schumacher (Sundern)

Tore: 0:1 (2.) Banyik, 0:2 (15.) Schaff, 0:3 (33.) Banyik, 0:4 (35.) Akpinar, 0:5 (72.) Rengshausen, 0:6 (73.) Vento, 0:7 (89.) Rengshausen

Von Lars Becker

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