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„Riesenherausforderung“ für die TSE

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Von: Michael Jeide

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Sebastian Lohmann TS Evingsen im Spiel gegen die SGSH Dragons III.
Sebastian Lohmann traf beim Sieg der TS Evingsen gegen die SGSH Dragons III zweistellig, erzielte elf Tore. Gegen die HSG dürfte dies kaum zu wiederholen sein. © Schäfer, Lars

Vorerst aus dem Gröbsten raus ist die TS Evingsen in der Bezirksliga nach dem 40:20-Kantersieg gegen die SGSH Dragons III, hat sich mit 4:6 Punkten auf Rang fünf verbessert. Ob das Aufatmen nach der keineswegs gelungenen ersten Phase der Saison von längerer Dauer sein wird, entscheidet sich in den nächsten beiden Spielen. 

Altena/Lüdenscheid - Kann das Team von Trainer Jochen Müller am Samstag (18.30 Uhr, Sauerlandhalle) gegen die HSG Lüdenscheid und eine Woche später beim TV Lössel nicht punkten, wird sie wieder mitten drin sein im Kampf gegen den Abstieg.

Insofern wären Bonuspunkte im zweiten Derby in Folge am Vorabend des 1. Advent ganz im Sinne der Evingser. „Äußerst wertvoll sogar“, sagt Trainer Jochen Müller, der sich ebenso wie seine Mannschaft auf das Derby vor großer Kulisse freut. „Das wünscht man sich ja als Handballer, das bringt Emotionen mit ins Spiel.“ Vor drei Jahren gab es, damals noch in der Landesliga, einen 29:26-Sieg für die TSE. Nach jener ersten durch Corona gestoppten Saison zog sich die TSE aus der Landesliga zurück, die HSG erlitt im Frühjahr 2022 den sportlichen Abstieg – so finden beide Teams wieder zueinander.

„Für uns wird das Spiel eine Riesenherausforderung“, sagt TSE-Trainer Jochen Müller. „Lüdenscheid hat bisher eine sehr gute Saison gespielt. Ich sehe uns aber mit Unterstützung durch unsere Zuschauer nicht vollkommen chancenlos. Wir werden uns nur weiter steigern müssen, denn die HSG ist von anderer Qualität als die SGSH Dragons III.“ Gegen das Druskus-Team sah Müller schon einen Aufwärtstrend: „Wir hatten eine stabile Deckung, waren konsequent.“

Für HSG-Trainer Thorsten Stange ist der Evingser Sieg aus der Vorwoche indes ein „Muster ohne Wert“, weil die Dragons momentan weit davon entfernt sind, in der Liga mitzuhalten: „Aber es war ein guter Auftritt der TSE, die am Samstag zu Hause spielt und mit Fenner und den Lohmann-Brüdern im Rückraum gut besetzt ist. Ich erwarte ein Derby mit offenem Visier. Wir wollen unser Spiel stabilisieren und uns weiter verbessern.“

Wäre da nicht die unnötige Heimniederlage gegen Freier Grund gewesen, würde die HSG ganz oben mitmischen, für Stange ist es aber wichtig, dass die Potenziale des Teams besser ausgeschöpft und die Defizite behoben werden: „Manchmal sind wir richtig stark, dann wieder in den ersten 15 Minuten nicht präsent – das ist Kopfsache, und daran müssen wir arbeiten.

Bis auf Urlauber Kilian Hegemann und den langzeitverletzten Marcel Plischka sind die Bergstädter am Samstag komplett. Bei der TS Evingsen fällt Colin Reichel weiterhin aus. Außerdem ist Jens Burzlaff angeschlagen und konnte in dieser Woche nicht trainieren. „Da müssen wir sehen, ob es noch klappt. Ansonsten sind wir aber vollständig“, kann auch Jochen Müller auf einen breiten Kader bauen – gute Voraussetzungen also für ein packendes Derby.

Derbypremiere: SG Evingsen-Ihmert erwartet HSG Lüdenscheid

Vor den Männern betreten am Samstag (Anwurf 16.30 Uhr) die Frauen den Boden der Altenaer Sauerlandhalle, gibt es erstmals ein Derby zwischen der SG Evingsen-Ihmert und der HSG Lüdenscheid. Trennten in der vergangenen Saison noch zwei Klassen die beiden Teams, so ist nun nach dem Aufstieg auf der einen (SG) und dem Landesligaabstieg auf der anderen Seite (HSG) die Bezirksliga zur Heimat geworden – eine Liga, in der die Gastgeberinnen nach ihrem klaren 34:25-Erfolg gegen die HSG Lennestadt-Würdinghausen nun auch angekommen sind. Zwei wichtige Punkte für den Ligaverbleib, die das Team von Trainer Markus Langwald am vergangenen Samstag holte. Die HSG Lüdenscheid ist allerdings ein ganz anderes Kaliber, zählt als Rangzweiter mit 9:3 Punkten zum Spitzenquartett. Keine Frage: Die Sieben von Trainer Christian Köster, die zuletzt dreimal in Serie deutlich gewonnen hat, geht als Favorit in den Nachbarschaftsvergleich. Das sagt auch Langwald, der überdies noch nicht weiß, in welcher Besetzung sein Team auflaufen kann: „Ich habe einige angeschlagene Spielerinnen und hoffe, dass sie bis Samstag fit werden. Wir müssen sehen, ob und wie lange wir Lüdenscheid ärgern können. Für uns ist es ein Bonusspiel.“ Die schon vor Wochenfrist sehr stimmungsvolle Atmosphäre, sie dürfte nichtsdestotrotz am Samstag noch etwas stimmungsvoller werden, denn angesichts des attraktiven Derbyprogramms ist mit einer vollen Tribüne zu rechnen.

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