Langenholthausen optimistisch in die Rückrunde

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Der TuS Langenholthausen um Ismet Keklik (rechts, Szene aus dem Spiel gegen den VfB Marsberg) hat durch den Auswärtssieg beim BC Eslohe Rückenwind für die zweite Saisonhälfte bekommen.

LANGENHOLTHAUSEN - Mit dem 2:1-Erfolg beim BC Eslohe hat sich der TuS Langenholthausen in die Winterpause der Fußball-Bezirksliga 4 verabschiedet. Zwar muss das Team von Trainer Mario Droste nach wie vor um den Klassenerhalt zittern, der Coach der Rückrunde aber dennoch optimistisch entgegen.

Ungemütlich war es noch vor zwei Wochen rund um den Düsterloh. Damals hatten die Langenholthausener mit einer desolaten Vorstellung dem abgeschlagenen Tabellenletzten zum ersten Saisonsieg verholfen (5:1) und dafür Hohn und Spott geerntet.

Ein Schockerlebnis, das immerhin einen positiven Nebeneffekt hatte: Die Sinne für Eslohe waren geschärft. „Wenn wir gegen Medebach gewonnen hätten, hätten wir dort auf den Arsch bekommen“, ist Droste im Rückblick auf das Duell mit dem Dritten des Klassements überzeugt.

Dort zu gewinnen, ist für einen Abstiegskandidaten keine Selbstverständlichkeit. Erst recht nicht, wenn ein Verein so viele Probleme mit sich herumträgt wie Drostes Schützlinge. Mit Antonio Deleo (zum TuS Neuenrade) und Gian-Marco De Luca (zur FSV Werdohl) verabschiedete sich in der Sommerpause namhaftes Personal zu Klubs in der Nachbarschaft, zudem standen Mirco Lukas und Stefan Schwartpaul aus privaten beziehungsweise beruflichen Gründen nicht zur Verfügung.

Soweit die vorhersehbaren Ausfälle. Hinzu kam der Kreuzbandriss von Christopher Reddig, die Fuß-Operation, die Torwart Nils Langwald insgesamt elf Partien außer Gefecht setzte sowie die Abwesenheit des hauptberuflichen Freestyle-Fußballers Dominik Kaiser, der frühzeitig einen Vertrag für eine RTL-Show unterschrieben hatte und in der Folgezeit Fußballplätze aus Angst vor Verletzungen mied, um seinen Auftritt in der Sendung nicht zu gefährden.

„Das konnte man nicht einkalkulieren“, betont Droste, dass sein Team durch die vielen Abgänge und Ausfälle in einigen Spielen „nicht konkurrenzfähig“ gewesen sei.

Was den Coach für die zweite Saisonhälfte optimistisch stimmt: Reddig steht vor der Rückkehr in den Kader und Kaiser hat die TV-Show hinter sich gebracht. Zudem stößt Sukan Cetin von der SG Balve/Garbeck zur Rückrunde zum TuS, ein bis zwei weitere externe Nachverpflichtungen sollen folgen.

Grund für allzu tiefgreifende taktische oder spielerische Korrekturen sieht der Langenholthausener Trainer nicht. „Natürlich haben wir nicht immer unser volles Potenzial abgerufen, aber man kann nicht immer am Limit spielen“, sagt der 40-Jährige und unterstreicht: „Wir haben schon ungefähr das gespielt, was wir drauf haben.“ Jedoch seien dabei drei, vier Punkte weniger als möglich herausgesprungen.

So setzt sich der TuS punktgleich mit dem FC Nuhnetal unter den Weihnachtsbaum. Der FC allerdings hat zwei Begegnungen weniger absolviert als Langenholthausen – und ist am 23. Februar zweiter Gegner der Droste-Elf nach der Rückrunde. Eine Woche zuvor steht das Heimspiel gegen den TuS Sundern auf dem Programm. Die Vorbereitung will Droste am 21. Januar einläuten. - Von Christian Müller

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