Langenholthausen: Keine Ausreden nach „Peinlichkeit“

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Langenholthausens Coach Mario Droste sah in Medebach einen desaströsen Auftritt seiner Elf.

LANGENHOLTHAUSEN - Mit 1:5 (1:1) hat der TuS Langenholthausen am Samstag in der Fußball-Bezirksliga beim Tabellenletzten TuS Medebach verloren – und dabei alles andere als ein glückliches Bild abgegeben. Trainer Mario Droste sucht darum auch gar nicht erst nach Ausreden.

„Wir brauchen uns das nicht schön zu reden“, führte Droste, der bis zu seiner Auswechselung in der 56. Minute selbst mitgespielt hatte, aus. „Für Außenstehende sieht das nach einer richtigen Peinlichkeit aus“, gibt er zu. Damit bleibt seine Elf weiter mitten im Abstiegskampf auf Platz 15.

Die Peinlichkeit – von der desaströsen Leistung der Langenholthausener einmal abgesehen – besteht vor allem in der Tatsache, dass der TuS mit dem 1:5 Medebach zum ersten Saisonsieg verhalf. Magere zwei Zähler hatte die Mannschaft aus dem Hansestadion in allen Partien zuvor erst gesammelt.

Und genau deshalb wollte Droste auch den Vorwurf nicht gelten lassen, er habe sich mit seinen Äußerungen im Vorfeld der Begegnung ein Stückchen zu weit aus dem Fenster gelehnt. Da waren Sätze gefallen wie „Wenn wir da nicht gewinnen, kann ich meinen Spielern auch nicht mehr helfen“.

Aussagen wie diese bereute der 40-Jährige aber auch gestern nicht. „Wie soll ich zu einer Mannschaft fahren, die erst zwei Punkte geholt hat? Soll ich da vorher noch sagen, wir gucken erst einmal, was da geht?“, fragte Droste rhetorisch und bekräftigte: „Ich würde es immer wieder so machen.“ Medebach stehe schließlich zurecht dort unten. „Wir haben es trotzdem nicht geschafft, gegen die zu gewinnen“, so der Langenholthausener Trainer.

Die Medebacher hatten das Spiel auf dem witterungsbedingt arg ramponierten Naturrasenplatz austragen lassen, obwohl auch ein Kunstrasenfeld zur Verfügung gestanden hätte.

Auch dieser Umstand war für Droste jedoch keine Entschuldigung. „Genau diese Mittel haben wir doch früher auch versucht, in die Waagschale zu werfen“, erinnerte sich der Coach an die Zeiten, als es am Düsterloh noch keinen Kunstrasen gab. Logische Schlussfolgerung: „Das kann keine Ausrede sein.“

Dass seine Elf am kommenden Wochenende spielfrei hat, findet Droste nach eigener Aussage „gar nicht so schlecht“. Entgegen der ursprünglichen Planung bittet Droste jedoch auch am heutigen Dienstag zum Training. Eigentlich sollte die Einheit angesichts der anstehenden Pause ausfallen. „Das hat aber nichts mit Strafe zu tun“, wiegelte er ab.

Priorität für den TuS habe nun eine vernünftige Vorbereitung auf das Duell beim BC Eslohe am 8. Dezember. Dort, so der Plan, soll sich der Tabellen-15. die Punkte aus Medebach zurückholen. - cm

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