FSV landet Coup gegen Tabellenzweiten

Mit diesem Kopfball, der am Pfosten vorbeizischt, hätte Damiano Intravaia frühzeitig die Vorentscheidung für die FSV Werdohl gegen Finnentrop/Bamenohl besorgen können. Foto: Becker

WERDOHL -  Vor Wochenfrist Primus Erndtebrück II auf dessen Terrain den ersten Punktverlust beigebracht (1:1), jetzt der bis dato ungeschlagenen SG Finnentrop/Bamenohl die erste Pleite zugefügt: Die FSV Werdohl ist binnen acht Tagen zum Spielverderber der beiden Top-Teams in der Fußball-Landesliga avanciert.

Die Elf von Carsten Minker landete am Riesei einen insgesamt glücklichen, aber nicht unverdienten 3:1 (2:1)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten, der nicht in der Lage war, die Gastgeber spielerisch zu knacken. Über Standards war die SG zwar jederzeit gefährlich, doch zum einzigen Treffer des Tages durch Mike Schrage bedurfte es tatkräftiger Werdohler Hilfe. Innenverteidiger Zejnullahu leistete sich einen katastrophalen Aufbaufehler, der wie ein Boomerang in den eigenen Maschen einschlug (18.).Damit war die frühe Führung durch Falk Fischer auf Zuspiel von El Alami (11.) als Höhepunkt einer turbulenten Anfansphase mit Chancen für Sander (4.) und Intravaia (7.) hüben sowie Kleppel drüben (6.) viel zu schnell dahin.

Die FSV leistete sich weiterhin gravierende Patzer. Den Pass von Klamann konnte El Alami nicht kriegen, Kleppel jagte die Kugel aus fast 30 Metern an den Querbalken (25.). Und Schrages Schlenzer, den Keeper Grete gerade noch zur Ecke lenkte, ging der erste von mehreren „Böcken“ von Maus voraus (42.). Das 2:1 für Werdohl fiel aus dem Nichts in der Nachspielzeit: De Luca zog in seiner typischen Art einen Sprint in den Strafraum an, lupfte sich den Ball eigentlich zu weit nach vorne, doch der für seinen verletzten Kollegen Grajewski eingewechselte Keeper Raudszus tat De Luca den Gefallen und suchte am Boden den Körperkontakt – Elfmeter. El Alami sagte danke zum 2:1.

In den zweiten 45 Minuten hätten die Gastgeber früh die Vorentscheidung herbeiführen können. Doch Intravaia per Kopf (60.), drei Mal der sehr agile De Luca (62. Innenpfosten/64./74. Kopfball ans Lattenkreuz), Benli (80.) und El Alami (82.) ließen ihren Gelegenheiten aus. Auf der anderen Seite holte Torwart Markus Grete den KleppelFreistoß aus 19 Metern spektakulär aus dem Winkel (67.) – das wäre das 2:2 gewesen. Auch in der Endphase bei Neukes zu kurzem Rückpass (85.) sowie bei M. Entrups Freistoß (89.) war Grete auf dem Posten, Schrage zog am Kasten vorbei (88.). Dann wurde FSV-Kapitän Sander herrlich von Sarris bedient – 3:1 (90.), Sieg vor 200 Zuschauern perfekt.

FSV: Grete – Langenberg, Zejnullahu, Klamann, Neuke – El Alami, Maus (83. Krämer) – Sander, Intravaia (65. Sarris), Fischer (75. Benli) – De Luca

SG: Grahewski (19. Raudszus) – Bauerdick, R. Entrup, Dehmel, Helmig – Figge, Kleppel – Stange (67. Hennes), Schrage, Tusha (78. Busse) – M. Entrup

Schiedsrichter: Kluthke (Breckerfeld)

Tore: 1:0 (11.) Fischer, 1:1 (18.) Schrage, 2:1 (45.+1/FE) El Alami, 3:1 (90.) Sander

Von Lars Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare