FSV Werdohl plant in Menden Wiedergutmachung

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Auf Dustin Langenberg (links, Szene aus dem Hinspiel) und die Defensive der FSV Werdohl kommt in Menden eine Menge Arbeit zu.

Werdohl - Eigentlich hätte die FSV Werdohl ja gelassen in die verbleibenden Partien der Fußball-Landesliga gehen können – und damit auch in das Nachbarschaftsduell am Sonntag beim BSV Menden (15 Uhr, Huckenohl-Stadion). Doch nach der peinlichen 0:10-Klatsche gegen RW Erlinghausen am vergangenen Sonntag war Trainer Carsten Minker nicht gewillt, zur Tagesordnung überzugehen.

Tabellarisch war und ist der große Druck für die Kicker vom Riesei zwar nicht mehr gegeben. „Aber das geht trotzdem nicht“, stellt Minker mit Blick auf das Desaster gegen die Rot-Weißen klar. Und deshalb stand zu Beginn der Trainingswoche erst einmal die Aufarbeitung auf dem Programm. „Wir haben uns in großer Runde zusammengesetzt und den Finger in die Wunde gelegt“, so der FSV-Coach.

Dabei war eine derart fast schon erdrutschartige Niederlage zunächst keineswegs absehbar. „Bis zur Halbzeit war das ein normales Landesliga-Spiel mit einem scheiß Ergebnis“, erinnert sich Minker mit Blick auf den 0:3-Pausenstand. „Da muss es 2:3, kann es 3:3 stehen“, so der Trainer weiter. Unerträglich wurde es aus seiner Sicht erst im Verlauf der zweiten 45 Minuten. „Nach dem 0:6 brachen alle Dämme. Spätestens da hätte man reagieren und alles hinten rein schicken müssen“, schloss Minker auch sich selbst von der Kritik nicht aus: „Ich mache mir den Vorwurf, dass ich nicht mehr entscheidend eingegriffen habe, eingreifen konnte“, betont er.

Umso einfacher machte das deutliche Resultat es den Werdohlern, eine Überschrift für die verbleibenden drei Begegnungen zu finden: Wiedergutmachung. Und die soll schon morgen beim Tabellendritten aus Menden beginnen. Das Hinspiel am Riesei entschied die FSV mit 2:1 für sich. Allerdings sorgten Platzverweise gegen drei Mendener Spieler und BSV-Trainer Mark Elbracht für eine aufgeheizte Atmosphäre. „Das wird nicht einfach“, rechnet Minker damit, dass die Gastgeber auf eigener Wiese auf Revanche aus sein werden. Was die Mendener in der Lage sind zu leisten, zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass sie im Viertelfinale des Iserlohner Kreispokals den Westfalenligisten FC Iserlohn ausschalteten. Dorthin wechselt bekanntlich FSV-Sportchef Uli Sauerborn, genauso wie Mendens Torjäger Ayoub Alaiz. „Er ist der, der vorne beim BSV die meiste Qualität hat“, weiß Minker.

Auf Seiten der FSV ist Rejhan Zekovic nach auskuriertem Muskelfaserriss wegen Trainingsrückstand fraglich, ebenso wie Damiano Intravaia. - Von Christian Müller

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