Kurioses Torfestival zwischen Werdohl und Grünenbaum

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Philip Fischer (links) und die FSV Werdohl lieferten sich mit dem TuS Grünenbaum ein turbulentes Duell.

Werdohl - Als die FSV Werdohl am Dienstagabend im Testspiel gegen den TuS Grünenbaum nach nicht einmal einer halben Stunde mit 3:0 in Front lag, sah es so aus, als würde der Fußball-Landesligist den Bezirksliga-Aufsteiger richtig abschießen. Doch dann kamen die Gäste am Riesei zurück.

Außerdem sorgten einige Schiedsrichterentscheidungen beim 4:4-Remis für Kopfschütteln.

45 Minuten lang sah Werdohls Trainer Alen Terzic, der sein Team in einem 4-3-3-System angeordnet hatte, einen respektablen Vortrag seiner Elf. Falk Fischer, Lukas Kessler und Rejhan Zekovic wirbelten die Grünenbaumer Defensive ordentlich durcheinander. „Das war schon in Ordnung“, merkte Terzic insbesondere in Anspielung auf das Umschaltspiel seiner Mannen an.

Der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 für den TuS (38.) war die erste Szene, die aus Sicht der Kreisch-Kicker aufhorchen ließ. Einige Werdohler widersprachen allerdings der Einschätzung von Schiedsrichter Kacper Koziorz, der den Ball bei der Rettungstat von FSV-Torwart Markus Grete hinter der Linie gesehen hatte. Und es war nicht das letzte Mal, das der Lüdenscheider Referee in den Mittelpunkt rückte. Bei einem verhältnismäßig harmlosen Zweikampf von Kosta Sarris mit Kevin Klahr verhängte der Bergstädter einen Foulelfmeter. Den verwandelte Richard Kochta erst im zweiten Anlauf zum 3:3. Koziorz hatte den Strafstoß wiederholen lassen, nachdem Grete zunächst gegen Orhan Yilmaz pariert hatte, aber sich zu früh bewegt haben soll. „Das war eher ein Geschenk“, hatte sogar Grünenbaums Coach Niko Douros Zweifel an dieser Entscheidung. Unabhängig davon zeigte sich der Aufstiegstrainer zufrieden, wenngleich er anderthalb Wochen vor dem Bezirksliga-Auftakt betonte: „Wir haben noch viel zu tun.“

Das dürfte auch für Terzic und seine Werdohler gelten. „Wir haben auf äußerst unglückliche Weise vier Gegentore bekommen“, so der Iserlohner, der ansehen musste, wie die FSV fünf Tage vor dem Westfalenpokal-Duell gegen Oberligist ASC 09 Dortmund zweimal eine Führung aus der Hand gab.

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