Erlinghausener Effektivität besiegt die FSV Werdohl

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Marcus Brüll (links, im Zweikampf mit Erlinghausens Nils Meyer) und seine Werdohler waren im Auftaktspiel der Fußball-Landesliga keineswegs klar unterlegen, der Gegner aber konsequenter in der Chancenverwertung.

Werdohl - Es erscheint paradox: Das 1:4 der FSV Werdohl zum Auftakt der Fußball-Landesliga gegen RW Erlinghausen klingt zunächst einmal nach einer deutlichen Schlappe. So klar wie es das Resultat aussagt, waren die Werdohler dem Heimatklub von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber keineswegs unterlegen. Wohl auch deshalb bewahrt FSV-Trainer Alen Terzic die Ruhe.

In der Anfangsphase waren die Lennetaler dem 1:0 eigentlich näher als die Gäste aus Marsberg, hatten durch Rejhan Zekovic und Musa Sesay eine Doppelchance. „Wenn wir da gleich in Führung gehen, können wir das Ganze mit mehr Selbstsicherheit weiterspielen“, so die Einschätzung von Terzic. Stattdessen verursachte seine Elf eine knappe Viertelstunde später einen Foulelfmeter, der die Rot-Weißen nach vorn brachte.

Damit war die Moral der Hausherren in Spiel eins nach dem Pokal-Coup gegen Oberligist ASC Dortmund (4:1) aber noch längst nicht gebrochen. Zwar fehlte die Leichtfüßigkeit, die das Konterspiel der FSV noch gegen den ASC ausgezeichnet hatte, doch die dominierende Mannschaft war der Gegner keineswegs. Moritz Klamann sorgte für den zwischenzeitlichen Werdohler Ausgleich – die Partie schien wieder offen. Was aber an diesem Tag den Unterschied ausmachte, war die Abgebrühtheit der Gäste im Abschluss. „Erlinghausen war einfach sehr effektiv vor dem Tor. Bis zum Stand von 1:4 brauchen sie genau diese vier Schüsse, um zu vier Toren zu kommen“, analysierte Terzic, und leitete daraus die Schlussfolgerung ab, dass die Niederlage seines Teams am Ende „von der Höhe her zwei, drei Tore zu deutlich“ ausgefallen sei.

So fand der 35-Jährige auch lobende Worte für seine Schützlinge, die direkt wieder im Tabellenkeller angelangt sind – auch wenn das Tableau nach dem ersten Spieltag naturgemäß nur begrenzte Aussagekraft haben kann. „Wir haben sicherlich ein paar gute Ansätze gezeigt, auch wenn das Ergebnis das jetzt nicht so wiedergibt“, konstatierte Terzic.

Der Start jedenfalls ist fürs Erste missraten. Schlaflose Nächte bereitet dieser Umstand dem Iserlohner aber (noch) nicht. „Wir brauchen uns zu diesem Zeitpunkt keine Gedanken machen. Wir haben 29 Spiele Zeit, um das Ganze in unserem Sinne zu regeln und die Punkte zu holen, die wir für den Klassenerhalt brauchen“, unterstreicht der Werdohler Coach.

Die Art und Weise, wie das Auftaktduell verloren ging, da habe seine Elf „Lehrgeld gezahlt“, sagt Terzic. Ob sie gelernt hat, kann sie schon am kommenden Sonntag überprüfen: im Auswärtsspiel bei RW Hünsborn.

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