FSV Werdohl verwandelt die Vorlage der Konkurrenz

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Für Bartos Mura (rechts) und die FSV Werdohl war gegen Erlinghausen die Defensive der Schlüssel zum Erfolg.

Werdohl -  Die Vorlage kam von der Konkurrenz – und die FSV Werdohl hat sie verwandelt. Mit dem 2:1-Sieg über RW Erlinghausen hat der heimische Fußball-Landesligist sich am zweiten Advent auf den letzten Drücker eine ordentliche Ausgangsposition für die Rest-Saison erarbeitet, die nach der Winterpause im März beginnt.

Der bislang sieglose SV Hüsten hatte spielfrei, die Reserve der SF Siegen unterlag bei ihrem Heimauftritt bereits am Freitagabend mit 1:2 gegen RW Hünsborn. Damit war klar, dass der Werdohler Abstand auf die Abstiegsplätze selbst im Falle einer Niederlage gegen Erlinghausen zumindest gleich geblieben wäre.

„Die Jungs waren darüber im Bilde, dass die Chance da ist, das Jahr auch vom Tabellenbild her versöhnlich abzuschließen“, kommentierte Carsten Minker, Interimstrainer und Sportlicher Leiter der FSV. Und die Werdohler nutzten die Gelegenheit, stockten ihr eigenes Punktekonto mit dem Sieg auf 15 auf, verschafften sich damit ein Polster von sieben Zählern auf die von Hüsten und Siegen gehaltenen Abstiegsränge. „Das ist letztendlich noch ertragbar“, bilanzierte Minker nach einer Saison, die bis dato aus FSV-Sicht alles andere als zufriedenstellend verlaufen ist.

Immerhin: Die Riesei-Kicker fanden gegen den Heimatklub von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der in Werdohl unter den Zuschauern war, zur defensiven Stabilität, die Minker im Vorfeld zur Maxime erklärt hatte. Bei gegnerischem Ballbesitz formierten Manuel Sander und Kosta Sarris auf den Außenpositionen mit Robert Bierkoch, Marius Maus und Matthes Schröder im Zentrum eine Fünfer-Abwehrkette, bei eigenem Ballbesitz schalteten sich Sander und Sarris mit in die Offensive ein. Dieser Schachzug führte dazu, dass die Gäste bis auf wenige Ausnahmen nur bei Standardsituationen Torgefahr erzeugten.

Einziger Wermutstropfen aus Werdohler Sicht war die Verletzung von Gian-Marco De Luca, der sich bereits im Donnerstagstraining eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte. In letzter Sekunde hatte der Angreifer dennoch grünes Licht für einen Einsatz gegeben, griff sich aber kurz nach seiner Hereinnahme bei einem Sprint an den Oberschenkel – die Blessur war wieder aufgebrochen.

Derweil hat die FSV die Teilnahme an einem weiteren Hallenturnier zugesagt. Neben dem RWE-Wintercup (ab 3. Januar) und dem Sparkassen-Pokal in Kierpse (27. Dezember) treten die Werdohler am 21. Dezember in Iserlohn bei einem Turnier des SSV Kalthof an.

Und auch in der Trainerfrage zeichnet sich eine zeitnahe Entscheidung ab. Laut Minker hat sich der Verein mittlerweile auf einen namentlich noch nicht genannten Kandidaten verständigt, der sich nun eine letzte Bedenkzeit erbeten hat. - Von Christian Müller

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