Finnentroper Effektivität besiegt die FSV Werdohl

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Tim Schrage (links) und Co. setzten die Werdohler Abwehr um Marius Maus immer wieder unter Druck.

Werdohl -  Nachdem Phillip Hennes mit seinem vierten Treffer des Tages das 6:2 für die SG Finnentrop/Bamenohl bei der FSV Werdohl erzielt hatte, hatte Carsten Minker, Interimscoach des heimischen Fußball-Landesligisten, genug gesehen. Per Zuruf und entsprechender Geste bedeutete der Sportchef seinem „Sechser“ Redouane El Alami, die eigenen Reihen jetzt geschlossen zu halten, um ein noch größeres Debakel abzuwenden.

„Das Maß war einfach übervoll“, erklärte Minker seine Anordnung in Minute 84 dieses Spiels am ersten Adventssonntag. Es war bekanntlich das erste nach der Trennung von Ex-Trainer Marco Sadowski. Besserung war jedoch höchstens in Spurenelementen erkennbar. Dass die Werdohler nach der deftigen Schlappe zum Hinrundenausklang den Abstiegsplätzen nicht noch näher kamen, ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass die Reserve der SF Siegen und der SV Hüsten ihre Partien ebenfalls verloren.

Bis zum 2:3 durch Murat Kaya (74.) hatte die FSV das Duell mit den hoch gehandelten Finnentropern durchaus offen gestaltet, ehe in der Schlussphase alle Dämme brachen und die Gäste noch drei Tore erzielten. „Wir haben es in der kompletten zweiten Halbzeit nicht mehr hinbekommen, das Zentrum vernünftig zu schließen“, kritisierte Minker. Die Quote der SG war beachtlich. Zwar entwickelte der neue Tabellenzweite keinen Dauerdruck auf das Gehäuse von FSV-Schlussmann Markus Grete. Aber die Angriffe, die vornehmlich das Trio Tim Schrage, Mike Schrage und Phillip Hennes inszenierte, hatten Hand und Fuß, rollten mit bemerkenswerter Schnelligkeit und Ballsicherheit in Richtung Werdohler Tor. „Finnentrop hat das im Umschaltspiel überragend gemacht. Von neun Schüssen waren sechs drin – das ist eine Effektivität, die ihresgleichen sucht“, zollte Minker dem Kontrahenten Respekt. „Nach Olpe ist das das beste, was die Liga zu bieten hat“, ergänzte der Sportliche Leiter.

Und dieses vermeintlich zweitbeste Team der Liga setzte den Schlusspunkt unter eine verkorkste Hinserie der FSV. „Es ist viel unglücklich gelaufen“, gab Minker zu. Eine letzte Chance, die Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte zu verbessern, bietet sich am kommenden Sonntag, wenn RW Erlinghausen am Riesei gastiert. „Wir wollen das Spiel nicht nur irgendwie rumkriegen“, unterstrich der Übergangstrainer die Bedeutung der letzten 90 Minuten des Fußball-Jahres 2014.

Kandidaten für Sadowskis Nachfolge gibt es indes noch nicht. „Es ist nicht geplant, dass wir in dieser Woche eine Lösung finden“, betonte Minker, den neuen Mann erst nach Anbruch der Winterpause präsentieren zu wollen. - Von Christian Müller

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