FSV Werdohl bei Niederlage in Menden zu harmlos

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Die Werdohler Offensive um Rejhan Zekovic entwickelte in Menden zu wenig Durchschlagskraft.

Menden - Einsatz und Wille waren der FSV Werdohl am Sonntag im Auswärtsspiel der Fußball-Landesliga beim BSV Menden nicht abzusprechen. Doch im Spiel nach vorne fehlte den Gästen aus dem Lennetal die Durchschlagskraft, was im Kreisduell zu einer nicht unverdienten 0:1 (0:1)-Niederlage führte.

Die Hausherren nutzten gleich ihre erste Möglichkeit für das Tor des Tages. Die Werdohler Hintermannschaft war bei einem Eckball von Marcel Hoffmann noch nicht ganz wach, vor dem Kasten von FSV-Torhüter Markus Grete kam Tim Alexander Kießler völlig frei zum Kopfball und brachte das Team aus dem märkischen Nordkreis mit 1:0 in Führung (2.).

Ein Schock, von dem sich die Elf von FSV-Trainer Alen Terzic so schnell nicht erholte. Ein Verlegenheitsschuss von Murat Kaya aus der zweiten Reihe führte nicht zum Erfolg (11.). Stattdessen ließ der abstiegsgefährdete BSV den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und gewann dadurch an Sicherheit. Hinzu kam, dass die Mendener im Mittelfeld präsenter waren, den Werdohlern mehrfach die Kugel abjagten und dann mit hohem Tempo in Richtung FSV-Tor starteten.

Glück hatten die Werdohler, als Schiedsrichter Florian Kaposty ein Abseitstor von Nikolas Schött zurückpfiff (34.). Kurz vor dem Pausenpfiff tauchte der BSV-Angreifer noch einmal frei vor dem herauseilenden Grete auf, traf jedoch nur die Latte (44.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre das 2:0 für Menden fällig gewesen.

Terzic reagierte in der Pause und brachte mit Lukas Kessler für Linksverteidiger Kosta Sarris eine zusätzliche Offensivoption in die Begegnung. Tatsächlich gelang es den Gästen, in den zweiten 45 Minuten den Druck zu erhöhen, mehr Ballbesitz in der Mendener Hälfte zu erzwingen. Doch nur selten wurde es für BSV-Schlussmann Dennis Kluy so gefährlich wie bei Kesslers Versuch (50.) und dem Kopfball von Robert Bierkoch bei dem anschließenden Eckball. Weitere Gelegenheiten zum Ausgleich besaßen der eingewechselte Damiano Intravaia, der aus kurzer Distanz den Ball jedoch nicht richtig erwischte (72.), sowie Bierkoch und Kaya wenige Sekunden vor dem Abpfiff. Kluy war jedoch letztlich zur Stelle.

„Wir starten denkbar schlecht ins Spiel. Das stört natürlich die Grundausrichtung komplett“, ärgerte sich Terzic über den frühen und am Ende entscheidenden Rückstand. „In der zweiten Halbzeit war es etwas besser. Aber wir haben nie richtig Ruhe in unsere Aktionen bekommen“, bilanzierte der FSV-Trainer. - Von Christian Müller

BSV: Kluy – Specht, Dickehut, Wulff, Gerlach – W. Leipertz (74. Gökkaya), Ekinci – Hoffmann, T. A. Kießler (90. J. Leipertz), Friedberg (64. J. H. Kießler) – Schött

FSV: Grete – Sander, Schröder, Bierkoch, Sarris (46. Kessler) – Mura, Kaya, Aydin, Benli (71. Intravaia) – Fischer (61. Sesay), Zekovic

Schiedsrichter: Kaposty (Dortmund)

Tor: 1:0 (2.) T. A. Kießler

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