Werdohler Notelf unterliegt auch Bad Berleburg

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Matthes Schröder (links) und die Werdohler Defensive hatten auch gegen Bad Berleburg Schwerstarbeit zu verrichten.

Werdohl -  Die FSV Werdohl wartet auch nach dem vierten Spieltag in der Fußball-Landesliga weiter auf den ersten Punktspielsieg der neuen Saison. Gegen den VfL Bad Berleburg verlor die Mannschaft von Trainer Marco Sadowski am Sonntag mit 0:4 (0:0). Damit verharren die Werdohler mit nur einem Zähler auf Tabellenrang 13.

Zumindest in den ersten 45 Minuten zeigte die FSV gegen den hoch eingeschätzten Aufsteiger aus Bad Berleburg eine ansprechende Vorstellung. Den ersten „Überfall“ auf die Werdohler Defensive durch Johannes Hackenbracht und Daniel Gora überstanden Sadowskis Schützlinge (10.), verpassten auf der Gegenseite jedoch die Gelegenheit, von Alexander Barths Aussetzer zu profitieren. Der Keeper verschätzte sich, Lukas Kessler jagte ihm den Ball ab, doch der Winkel wurde zu spitz für den Werdohler (15.).

Etwas später setzte der Rückkehrer mit einem starken Antritt auf der linken Seite Bartos Mura ein. Dessen Schlenzer geriet jedoch zu schwach und fiel genau in Barths Arme (35.). „In der ersten Halbzeit fand ich unsere Leistung gar nicht so schlecht. Aber in der zweiten Hälfte fehlte es wieder an allen Ecken und Enden“, so Sadowskis enttäuschtes Fazit nach dem Schlusspfiff.

Es war wie schon im ersten Heimauftritt gegen Olpe (0:5) das gegnerische Flügelspiel, das die FSV nicht in den Griff bekam. So zog Hackenbracht über die rechte Angriffsseite des VfL davon, bediente den im Rückraum lauernden Gora, der das Leder zum 0:1 in die Maschen wuchtete (56.). „Da kriegen wir mit einem solchen Sonntagsschuss das Gegentor – und dann gingen die Köpfe wieder runter“, sagte der Werdohler Coach. Nur sechs Minuten später legte der VfL-Torjäger das 0:2 nach. Die personell arg geschwächte FSV bäumte sich auf, ein Kopfballtor von Robert Bierkoch wurde wegen einer Abseitsstellung aber nicht anerkannt (75.). Kurz darauf fiel der Ball Onur Benli zehn Meter vor dem Bad Berleburger Gehäuse vor die Füße, doch der Mittelfeldakteur der FSV drosch die Kugel neben das Tor. Spätestens in dieser Szene hätte der Anschlusstreffer fallen müssen. „Ein Tor hätte uns mal ganz gut gestanden“, ärgerte sich Sadowski über die vergebenen Chancen.

Letztlich hatte die Kraft der Werdohler Grenzen – und der VfL nutzte dies zu Goras drittem Tor (80.) sowie zum 0:4 durch Ibrahim (90.). „Nach dem 0:2 war es für uns wahnsinnig schwierig, vorne durchzukommen“, betonte Sadowski und fügte an: „Ich denke, dass die Höhe des Ergebnisses das Spiel nicht richtig widerspiegelt.“ - Von Christian Müller

FSV: Grete – Bierkoch, Schröder, Maus, Neuke – Breitenbach, Benli – Mura, Kessler, Strongface (61. Akdeniz) – De Luca

VfL: Barth – Rosenblatt, J. Neusesser, T. Neusesser, Schmidt – Völkel, L. Neusesser – Hackenbracht, Lückel (52. Schneider), Birkelbach (52. Ibrahim) – Gora

Schiedsrichter: Dennis Melsa (Gevelsberg)

Tore: 0:1 (56.) Gora, 0:2 (62.) Gora, 0:3 (80.) Gora, 0:4 (90.) Ibrahim

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