„Planlose“ FSV Werdohl unterliegt in Meschede

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Bei der FSV Werdohl und Gian-Marco De Luca (rechts) drückte bei der 1:3-Niederlage in Meschede der Schuh in der Offensive. Trotz einiger Möglichkeiten agierte der heimische Fußball-Landesligist im Spiel nach vorne nicht clever genug.

Meschede - Mindestens 45 Minuten lang war die FSV Werdohl im Auswärtsspiel der Fußball-Landesliga beim SSV Meschede gut im Geschehen. Am Ende stand trotzdem eine verdiente 1:3 (0:1)-Niederlage, weil sich die Werdohler nach vorn zu selten durchsetzen konnten.

Dabei erwischte die FSV im Sportzentrum Dünnefeld keinen schlechten Start. Spürbar waren die Schützlinge gegen die spielfreudigen und schnellen Gastgeber auf eine gute taktische Ordnung bedacht – und die hielten die Werdohler in der Anfangsphase. Damiano Intravaia hatte nach Zuspiel von Lukas Kessler gar die erste Torchance der Begegnung (7.). Erste Unordnung kam erst mit der Verletzung von Redouane El Alami ins Spiel. Der Mittelfeldmann der FSV zog sich ohne Gegnereinwirkung eine Innenbandverletzung im linken Knie zu. Der SSV nutzte die vorübergehende Unterzahl der Gäste, die noch die Einwechselung von Melih Akdeniz vorbereiteten, um durch Bilal Yavuz das 1:0 zu erzielen (18.).

Gleichwohl fand der Favorit nicht zur gewohnten Sicherheit, hatte dank der gut geordneten FSV Mühe, sich weitere Gelegenheiten zu erarbeiten. Nach dem Seitenwechsel aber wurden die Werdohler „kalt erwischt“, wie Trainer Marco Sadowski nach dem Schlusspfiff formulierte. Über die linke Werdohler Abwehrseite zog Mahmut Yavuzaslan davon und bediente im Zentrum den mitgelaufenen Chris Haumer, der zum 2:0 vollstreckte (48.).

Die FSV betrieb weiter hohen Aufwand und suchte ihr Heil in der Offensive, allein: Die Wahl der Mittel war fragwürdig. Mehrfach übersahen die Riesei-Kicker freie Räume auf den Flügeln, spielten stattdessen durch die Mitte, leisteten sich zudem einige Ungenauigkeiten zu viel. Möglichkeiten waren dennoch vorhanden, so etwa Onur Benlis Direktabnahme (55.) oder ein Versuch des eingewechselten Fisnik Zejnullahu (62.).

Dem SSV gelang sogar in Unterzahl nach der Hinausstellung von Kapitän Tomas Pilarski mit einem blitzsauberen Konter über Burak Yavuz das 3:0 durch Mahmut Yavuzaslan (72.). Damit war die Partie praktisch entschieden. Die Werdohler kamen lediglich zum 3:1 durch Lukas Kesslers Kopfballtreffer (87.). „Meschede hat es nach dem 2:0 gut ausgespielt. Wir haben im zweiten Durchgang plan- und kopflos agiert“, kritisierte Sadowski. - Von Christian Müller

Meschede: Baum – S. Mehovic, R. Mehovic, Kampschulte (77. Geisthövel), E. Yavuzaslan (80. Cihan) – Haumer – M. Yavuzaslan, Bu. Yavuz, Pilarski, Mustafa (46. Yilmaz) – Bi. Yavuz

FSV: Grete – Schröder, Maus, Kaya, Neuke – El Alami (18. Akdeniz), Schwenck – Benli, Kessler – Intravaia (52. Zejnullahu), De Luca (76. Mura)

Schiedsrichter: Martin (Hagen)

Tore: 1:0 (18.) Bi. Yavuz, 2:0 (48.) Haumer, 3:0 (72.) M. Yavuzaslan, 3:1 (87.) Kessler

Bes. Vorkommnis: Gelb-rote Karte (67.) gegen Pilarski wegen wiederholten Foulspiels

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