FSV startet mit Niederlage in die spielfreie Woche

Physiotherapeut Sven Schlabach untersuchte das lädierte Knie von Redouane El Alami.

Werdohl - Erholung macht nur dann Spaß, wenn man sie mit einem positiven Erlebnis im Rücken angehen kann. Zumindest sieht das Marco Sadowski, Trainer der FSV Werdohl, so. Der heimische Fußball-Landesligist unterlag aber am Sonntag mit 1:3 in Meschede. Und darum können sich die Werdohler nicht so richtig auf das spielfreie Wochenende freuen, das nun vor ihnen liegt.

„Das ist echt doof, dass wir jetzt mit einer Niederlage in die Pause gehen“, ärgerte sich Sadowski, bemüht darum, die Dinge richtig einzuordnen. „Man kann in Meschede verlieren, das ist kein Beinbruch. Aber in unserer Situation ist es natürlich nicht so schön“, weiß der FSV-Trainer um die verpasste Möglichkeit, sich wieder stärker im Mittelfeld des Klassements zu etablieren.

Ein 1:3 in Meschede ist in der Tat kein so abwegiger Vorgang, dass die Werdohler darüber nachdenken müssten, den Spielbetrieb einzustellen. Schließlich hat der SSV mit den Brüderpaaren Ekrem und Mahmut Yavuzaslan sowie Bilal und Burak Yavuz, wie Sadowski betonte, „extrem technisch starke und schnelle Spieler“ in seinen Reihen, die in dieser Saison selbst Spitzenteams wie der SpVg Olpe (4:0) schon echte Probleme bereitet haben. Die Dramaturgie des Spiels zeigt aber, dass die Pleite im Sportzentrum Dünnefeld unglücklich und vermeidbar war.

Das 1:0 erzielte Bilal Yavuz, als die FSV durch die noch nicht abschließend diagnostizierte Innenbandverletzung von Redouane El Alami kurzzeitig in Unterzahl war. Zudem unterlief Marius Maus die vorausgehende Flanke. Das 2:0 fingen sich die Riesei-Kicker zu einem psychologisch besonders ungünstigen Zeitpunkt kurz nach der Pause. Beim 3:0 durch Mahmut Yavuzaslan rannten die Werdohler, obwohl bereits in Überzahl, in einen Konter, den die Hausherren in der gefürchteten Rasanz vortrugen. „Die zweite Halbzeit ärgert mich schon“, betonte Sadowski daher, nachdem er in Durchgang eins defensiv und taktisch eigentlich nicht viel zu monieren hatte. Lediglich „die letzte Konsequenz, der letzte Pass“ habe da gefehlt.

Darum diagnostizierte der Lüdenscheider eine Abschlussschwäche bei seinen Mannen. „Das haben wir auch schon in der vergangenen Woche angesprochen. Da ist es aber nicht ganz so ins Gewicht gefallen, weil wir dennoch vier Tore erzielt haben“, erinnerte sich Sadowski an den 4:0-Erfolg über die Siegener Reserve.

Die drei Punkte aus Meschede stahl die FSV also nicht. Dafür erbeuteten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag im Mescheder Dünnefeld viele andere Dinge. Wie die Polizei mitteilte, kamen bei einem Einbruch auf dem SSV-Sportplatz ein Computer, rund zehn Getränkekisten, ein Laubsauger, eine Friteuse, ein Würstchenschneider, Würstchen und Fußbälle abhanden. Der Sachschaden wird auf etwa 15 000 Euro geschätzt. - Von Christian Müller

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