FSV Werdohl verlässt nach Sieg über Haspe die Abstiegsplätze

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Philip Fischer (links) wirbelte mit seinen FSV-Kollegen durch die Hasper Defensive, vergab aber mehrere Chancen.

Werdohl - Irgendwas musste sich in der Pause geändert haben. Das war offensichtlich. Anders war nicht zu erklären, dass die FSV Werdohl – wenn auch in Überzahl – den Hasper SV in den zweiten 45 Minuten des Kellerduells der Fußball-Landesliga derart an die Wand spielte und aus einem 1:2-Rückstand einen 4:2-Sieg machte.

Die „geistige Frische“, so formulierte es FSV-Trainer Manuel Sander nach dem Abpfiff, habe seinen Schützlingen im ersten Durchgang gefehlt. „Das haben wir in der Pause noch einmal angesprochen“, ließ der 31-Jährige durchblicken, was sich nach dem anfänglichen 0:2-Rückstand hinter der Kabinentür abgespielt haben muss. Auch das Thema Entschlossenheit setzten Sander und sein Partner Carsten Minker in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die Agenda.

Die Appelle fruchteten. Auch wenn – oder gerade weil – sich das sieglose Tabellenschlusslicht aus Hagen durch den Doppelschlag des etwas später vom Platz gestellten Murat Sertkaya psychologisch in eine günstige Ausgangsposition manövriert hatte, kamen die Werdohler mit Wiederanpfiff wie ausgewechselt auf das übrigens bis zur Grenze des Zumutbaren durchnässte Kunstgrün am Riesei zurück und drehten die Begegnung mit einem echten Kraftakt.

Sander und Minker hatten zudem für Hälfte zwei taktisch umgestellt: Aus dem 4-4-2 wurde ein 3-4-3, die ursprünglich als Außenverteidiger nominierten Marcus Brüll und Kosta Sarris rückten ins Mittelfeld auf, in vorderster Front wirbelten nunmehr Rejhan Zekovic, Lukas Kessler, und Philip Fischer die Hasper Defensive durcheinander. Dass die Maßnahmen des FSV-Trainerduos nicht die schlechtesten gewesen sein können, beweist, dass Brüll und Kessler als Doppeltorschützen glänzten, Fischer sich mehrere Großchancen erarbeitete, und Sarris etwa Kesslers 3:2 mit einer Bilderbuch-Flanke vorbereitete. „Das ist alles gut aufgegangen. Die Umstellungen haben funktioniert. In der ersten Halbzeit haben die Jungs noch oft die falschen Entscheidungen getroffen“, stellte Sander lapidar fest.

Im zweiten Abschnitt waren durchaus einige richtige dabei. Und so war der vierte Saisonsieg letztlich ein besonderer, weil die Lennetaler mit nunmehr zwölf Punkten die Abstiegsplätze verlassen haben.

Eben das hatte Sander seit vielen Wochen als Zielsetzung für die restlichen Partien dieses Kalenderjahres deklariert. Jetzt liegt es an der FSV, diese verbesserte Ausgangsposition bis Weihnachten nicht mehr herzuschenken. Was alles andere als einfach werden dürfte, denn am kommenden Freitag gastieren die Werdohler bei keinem Geringeren als Tabellenführer Neheim.

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