Abschlussschwäche kostet FSV Werdohl den Sieg

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Bartos Mura (rechts) und die FSV Werdohl nutzten ihre zahlreichen Möglichkeiten im Auswärtsspiel beim SV Hohenlimburg 10 nicht zu einem Treffer und mussten daher eine 0:1-Pleite quittieren.

Werdohl - Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein: Im Prinzip gibt diese alte Fußball-Binsenweisheit den Fehler wieder, den die FSV Werdohl im Landesliga-Auswärtsspiel beim SV Hohenlimburg 10 machte. Chancen hatten die Kicker von Trainer Marco Sadowski vor allem im zweiten Durchgang genug, doch am Ende jubelten die Gastgeber.

Dass dem so war, lag an einem Geniestreich von Nik Kunkel. Der Torjäger der Hagener Vorstädter überwand FSV-Schlussmann Marcus Grete mit einem Versuch aus der zweiten Reihe – in einer Phase, als eigentlich nicht allzu viel auf einen Führungstreffer für Elf des früheren Werdohler Co-Trainers Roman Reichel hindeutete. „Individuelle Klasse von Nik hat das Spiel entschieden. Das Tor kam im Grunde aus dem Nichts“, so das Empfinden von Sadowski.

Reichel hingegen, bis kurz vor Weihnachten 2012 Assistent des damaligen FSV-Chefcoaches Jörg Rokitte, fand den „Dreier“ für sein Team trotz einer schwächeren zweiten Hälfte der „Zehner“ nicht unverdient. „Unter dem Strich haben wir dieses eine Tor mehr in das Spiel investiert“, sagte Reichel.

Eine Sichtweise, die zumindest den Verlauf des ersten Durchgangs passend beschreibt. „In den ersten Minuten haben wir ein bisschen gebraucht, um reinzukommen“, analysierte Sadowski. Die dicken Möglichkeiten von Mercan Türkyilmaz (7.) und Saffet Davulcu hätten die Werdohler früh ins Hintertreffen bringen können. Auf der Gegenseite hätte Sadowski nach einer Attacke gegen Lukas Kessler gern einen Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Marco Damm gehört.

Doch auch so agierte die FSV auf dem Naturrasen im Kirchenberg-Stadion nach Wiederanpfiff mutiger. „Wir haben Druck gemacht, unheimlich viele Chancen kreiert“, lobte der Werdohler Trainer seine Mannen. Allein: Die FSV überwand den früheren Langenholthausener Nils Langwald im Hohenlimburger Gehäuse nicht.

Und so bleibt das Team vom Riesei mit drei Zählern Vorsprung auf die SF Siegen II, die den Abstiegsrang 14 einnehmen, auf Platz elf des Klassements stecken. „Wir haben keine Konstanz, treten auf der Stelle. Einmal gewinnen, einmal verlieren – das bringt uns nicht weiter“, ärgerte sich Sadowski über das Tabellenbild.

Und so betrachtet der Coach aus Lüdenscheid den respektablen Auftritt bei den „Zehnern“ letztlich mit gemischten Gefühlen. „Wir haben wieder einmal gesehen, dass wir gegen einen starken Gegner mithalten können“, hob Sadowski das Positive hervor.

Doch nach wie vor schlagen sich die guten Ansätze zu wenig im Punktekonto nieder. „Mithalten allein reicht nicht. Wir müssen solche Spiele auch einmal gewinnen“, appellierte er an seine Schützlinge. - Von Christian Müller

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