2:5-Pleite: SSV Meschede überrennt FSV Werdohl

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Aller Einsatz vergebens: Die Lauffreude von Musa Sesay (rechts) reichte der FSV Werdohl gegen flinke, ballsichere und in der Offensive wuchtige Mescheder nicht, um Zählbares im Riesei-Stadion zu behalten.

Werdohl - Die FSV Werdohl fand gegen den Hochgeschwindigkeitsfußball des SSV Meschede am Sonntag kein Mittel und unterlag im Heimspiel der Fußball-Landesliga folglich verdient mit 2:5 (1:3). Zudem mussten die Gastgeber Torhüter Markus Grete verletzungsbedingt austauschen.

Dabei schien es zu Beginn, als könnte die FSV nach der SpVg Olpe (3:2) und dem VfL Bad Berleburg (2:1) im März den nächsten Favoriten stürzen. Rejhan Zekovic brachte mit seinem Schuss aus der Drehung die Hausherren früh in Führung (10.). Die allerdings hatte nicht lange Bestand: Nach einem Diagonalball von der rechten Seite tauchte Bilal Yavuz erstmals freistehend vor Grete auf und schob zum 1:1 ins lange Eck ein (13.). Wenig später hätte sich die FSV nicht beschweren dürfen, wenn Schiedsrichter Armin Sieber den Werdohler Schlussmann nach dessen Einsteigen gegen den abermals allein auf ihn zu stürzenden Bilal Yavuz wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen hätte (18.). Statt des möglichen roten zeigte der Unparteiische dem Werdohler lediglich den gelben Karton.

Bilals Bruder Burak Yavuz setzte in Minute 25 den Torreigen mit dem 1:2 aus FSV-Sicht fort. Der Mescheder nutzte einen Abspielfehler von Fisnik Zejnullahu und machte sich auf und davon in Richtung Grete. Fast direkt nach Wiederanpfiff glückte Rejhan Zekovic mit einem strammen Versuch aus der zweiten Reihe der Ausgleich, doch SSV-Keeper Marvin Baum bekam noch rechtzeitig die Finger an den Ball. Noch vor der Halbzeitpause stellten die Gäste dank eines weiteren schnellen Antritts von Bilal Yavuz den 1:3-Pausenstand her (37.). Weniger Glück hatte auf der Gegenseite Kosta Sarris bei seinem Pfostentreffer (43.).

Nach dem Seitenwechsel baute die Elf von Meschedes Coach Heiko Hofmann mit zwei nahezu identischen Treffern ihre Führung weiter aus. Mahmut Yavuzaslan und abermals Burak Yavuz düpierten jeweils mit Lupfern den weit vor seinem Kasten stehenden Grete zum 1:4 (50.) und 1:5 (59.). Beim letzten FSV-Gegentreffer des Nachmittags kam der Torwart beim Rettungsversuch mit einem Fuß unglücklich auf, verletzte sich und musste nach kurzer Unterbrechung für Simon Felbick weichen. Die Werdohler waren bis zum Schluss bemüht, das Tempo hochzuhalten und Druck auf die SSV-Defensive auszuüben. Zu mehr als dem 2:5-Endstand durch Benjamin Zekovic reichte es aber nicht. - Von Christian Müller

FSV: Grete (62. Felbick) – Mura (B. Zekovic), Aydin, Kaya, Sarris – Breitenbach – Benli, Kessler, Zejnullahu, Sesay – R. Zekovic

SSV: Baum – S. Mehovic, Pilarski, R. Mehovic (58. Kampschulte), Cihan – Haumer, Yilmaz – Dröge (46. Mustafa), Bu. Yavuz, Yavuzaslan – Bi. Yavuz (70. Toure)

Schiedsrichter: Sieber (Haltern am See)

Tore: 1:0 (10.) R. Zekovic, 1:1 (13.) Bi. Yavuz, 1:2 (25.) Bu. Yavuz, 1:3 (37.) Bi. Yavuz, 1:4 (50.) Yavuzaslan, 1:5 (59.) Bu. Yavuz, 2:5 (75.) B. Zekovic

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