FSV Werdohl lässt Punkte beim SSV Meschede liegen

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Philip Fischer und die FSV nutzten eigene Chancen nicht und bekamen in der Schlussphase dann noch drei Gegentore.

Meschede - Das Wetter? Ungemütlich. Das Ergebnis? Unerklärlich. Das Tabellenbild? Unverändert – unverändert schlecht. So oder so ähnlich ließe sich aus Sicht von Fußball-Landesligist FSV Werdohl nach der einmal mehr unglücklichen und unnötigen 0:3-Niederlage beim SSV Meschede am Sonntag der Dreiklang des Scheiterns anstimmen.

In Halbzeit eins auf dem verregneten Kunstgrün im Sportzentrum Dünnefeld war klar ersichtlich, dass sowohl Meschede als auch die FSV aktuell nicht am oberen Niveau ihres Leistungsvermögens agieren. Jede Menge Fehlpässe im Aufbau, unnötige Diskussionen, vor allem auf Seiten der Hausherren auch untereinander, und so gut wie keine gefährlichen Szenen in den beiden Strafräumen – die ersten 45 Minuten passten zum trüben Novemberwetter.

Was aus Sicht der Werdohler positiv zu notieren war: Dass sie die Geschwindigkeit der Mescheder Offensive um Kapitän Burak Yavuz nahezu überhaupt nicht zur Entfaltung kommen, im Gegenzug nach vorn aber den Willen zur Initiative erkennen ließen.

Aufregung gab es indes um FSV-Sportchef Carsten Minker, der nach einem Foul in der Hälfte des SSV nicht ganz zu Unrecht monierte, dass das Vergehen taktischer Natur war und folglich eine Gelbe Karte für den Mescheder Sünder hätte nach sich ziehen müssen. Die aber ließ Schiedsrichter Thorsten Milde stecken – und verwies den schimpfenden Minker aus dem Innenraum (44.).

Die zweite Halbzeit brachte dann auch sportliche Höhepunkte. Musa Sesay hatte für die Lennetaler nach starkem Zuspiel von Rejhan Zekovic die erste richtig dicke Chance der Partie (52.). Wenig später wurden die Hausherren vor allem nach Standards zunehmend gefährlich, hatten durch Chris Haumer (61.) und Tomas Pilarski (63.) das Pech, dass jeweils ein Werdohler auf der Torlinie klärte. Philip Fischer lief auf der Gegenseite mit viel Platz auf SSV-Torwart Lukas Drölle zu, schoss diesen aber an (73.).

Die vergebenen Möglichkeiten wurden der FSV zum Verhängnis, als Burak Yavuz – abermals in Folge eines Eckballs – die Kugel zum 1:0 ins Tor schlenzte (79.). Kurz darauf ließ Emre Yilmaz per Foulelfmeter das 2:0 (81.) und per Lupfer (86.) das in dieser Höhe glückliche 3:0 folgen. „Mindestens einen Punkt hätten wir hier mitnehmen müssen“, ärgerte sich FSV-Trainer Manuel Sander.

SSV: Drölle – Dröge (89. Holzmann), Pilarski, Haumer, Cihan – Yilmaz (86. Stappert) – Mustafa, Kampschulte, Yavuz, Demir (76. Sperling) – Banyik

FSV: Felbick – Brüll, Schröder, Klamann, Sarris – R. Zekovic, Maus, Aydin (68. Bierkoch), P. Fischer – Kessler (89. Koctürk), Sesay (85. Bektas)

Schiedsrichter: Milde (Unna)

Tore: 1:0 (79.) Yavuz, 2:0 (81., Foulelfmeter) Yilmaz, 3:0 (86.) Yilmaz

Bes. Vorkommnis: FSV-Sportchef Minker wegen Reklamierens aus dem Innenraum verwiesen (44.)

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