FSV Werdohl erhält mit 0:4 gegen Neheim einen Dämpfer

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Mangelnden Einsatz konnte man Marius Maus (rechts) und der FSV Werdohl gegen den SC Neheim nicht vorwerfen. Doch der ein andere Patzer in der Defensive ermöglichte den Gästen aus dem Fußball-Kreis Arnsberg einen 4:0-Erfolg.

Werdohl - Die FSV Werdohl erhielt am Ostermontag den ersten Dämpfer unter dem neuen Trainer Alen Terzic. Im vierten Punktspiel unter der Leitung des Iserlohners unterlag der Fußball-Landesligist trotz einer vor allem im zweiten Durchgang ansprechenden Leistung am Riesei gegen den SC Neheim mit 0:4 (0:2).

Den besseren Start erwischten die Gäste aus dem Fußball-Kreis Arnsberg. Jonas Schmidt hatte nach einem Abstimmungsfehler in der FSV-Defensive massenhaft Zeit und Platz, schoss aber neben das Tor von Werdohls Schlussmann Markus Grete. Dennoch sollte Schmidt sich noch zum entscheidenden Akteur dieser Partie aufschwingen. Zunächst aber scheiterte Okan Güvercin nach seinem temporeichen Vorstoß (18.), ehe Schmidt mit seinem Doppelschlag die 2:0-Pausenführung für den SC herausschoss. „In der ersten Halbzeit war Neheim das bessere Team. Da fehlte uns wieder der Zugriff“, spielte Terzic auf ein Defizit an, das er schon vor knapp zwei Wochen im Heimspiel gegen Hünsborn (2:2) beobachtet hatte.

Der FSV-Coach versuchte, dies in den zweiten 45 Minuten mit der Hereinnahme von Emre Aydin und Lukas Kessler für Marius Maus und Lukas Kessler zu korrigieren. Und tatsächlich wurden die Werdohler stärker, entfachten Druck auf das Neheimer Gehäuse. Kessler nahm einen Abpraller volley und hämmerte das Spielgerät dabei an die Latte (49.). Nach einer Stunde hatten die Hausherren Glück, dass ein Werdohler den Schuss von Thymor Schwarzenberg noch von der Linie kratzen konnte.

Doch danach übernahm die FSV wieder das Kommando, war dem Anschlusstreffer bei dem Versuch von Kessler (79.) sowie den Kopfbällen von Robert Bierkoch und Matthes Schröder (81.) eigentlich näher als Neheim dem 0:3. Trotzdem schenkte Schmidt der aufgerückten Werdohler Hintermannschaft nach einem Stockfehler von Bierkoch einen weiteren Gegentreffer ein (82.), ehe Riad Xhaka mit dem 0:4-Endstand (84.) den zweiten Neheimer Doppelschlag des Tages und den Sieg für die Elf von Trainer Alex Bruchhage eintütete.

„In der ersten Hälfte müssen wir mehr als zwei Tore schießen“, konstatierte der Coach der Gäste, sah in Durchgang zwei aber die FSV im Vorteil. „Da hätte Werdohl schon ein Tor verdient gehabt. Wir haben da zu kompliziert Fußball gespielt“, ergänzte Bruchhage. Terzic hingegen bescheinigte seinen Schützlingen auch in der schwächeren ersten Hälfte „ein, zwei gute Möglichkeiten“ und meinte mit Blick auf Halbzeit zwei: „Bis zum 0:3 war es noch einmal ein Stück weit spannend.“ - Von Christian Müller

FSV: Grete – Mura, Schröder, Bierkoch, Sarris – Benli, Maus (46. Aydin), Kaya (89. Sander), Fischer – Sesay (46. Kessler), Zekovic

Neheim: Alves – Xhaka, Greis, Meyer, Güvercin – Sener – Guntermann, Arslan (72. Busch), Schwarzenberg (84. Seber), Franz (75. Rademacher) – Schmidt

Schiedsrichter: Danielsiek (Bochum)

Tore: 0:1 (25.) Schmidt, 0:2 (26.) Schmidt, 0:3 (82.) Schmidt, 0:4 (84.) Xhaka

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