FSV Werdohl startet mit 1:4-Pleite in die Landesliga-Saison

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Stets bemüht, aber im Vorwärtsgang glücklos und ohne die nötige Durchschlagskraft mussten Kosta Sarris (rechts) und die FSV Werdohl die 1:4-Auftaktpleite gegen RW Erlinghausen hinnehmen.

Werdohl - Auf die Pokal-Euphorie folgt die Liga-Ernüchterung: Eine Woche nach dem 4:1-Sensationssieg in der ersten Runde des Westfalenpokals gegen Oberligist ASC Dortmund setzte die FSV Werdohl am Sonntag ihr Auftaktspiel in der Fußball-Landesliga gegen RW Erlinghausen mit 1:4 (1:2) in den Sand.

Schon vor dem Anpfiff war FSV-Trainer Alen Terzic zu einigen Planänderungen gezwungen. Robin Breitenbach stand wegen einer Fußverletzung, die er sich im Abschlusstraining am Freitag zugezogen hatte, nicht zur Verfügung. Falk Fischer war wegen seiner Rippenblessur ohnehin kein Thema – ihn ersetzte auf der linken offensiven Außenbahn Musa Sesay. Immerhin Rejhan Zekovic war rechtzeitig fit geworden und hatte für die Hausherren die erste dicke Möglichkeit aus knapp sechs Metern. Doch der Versuch nach einem Eckball von Lukas Kessler war eine Beute für Erlinghausens Schlussmann Rene Wübbeke (4.).

Dessen Pendant im Werdohler Tor, Markus Grete, war erstmals nach einem strammen Freistoß von Pascal Raulf aus der zweiten Reihe gefordert (12.). Der Hüne im FSV-Kasten tauchte ab und entschärfte das Geschoss des früheren Lippstädters. Wenig später war aber auch Grete machtlos, als Raulf einen an Sascha Wachsmann verschuldeten Foulelfmeter zum 0:1 aus FSV-Sicht verwandelte. Die Gastgeber, die diesmal deutlich mehr Mühe als vor Wochenfrist gegen Dortmund hatten, ihr schnelles Konterspiel aufzuziehen, schüttelten sich kurz und kamen nach etwas mehr als einer halben Stunde nach Kessler-Flanke per Kopfball von Moritz Klamann zum 1:1-Ausgleich (31.). Erlinghausen ging noch vor dem Pausenpfiff in Anschluss an einen Eckball durch Nils Meyer aber erneut in Führung – 1:2 (37.).

Man muss der FSV zugute halten, dass sich weiterhin nicht aufgab und sich bemühte, Druck auf das Gehäuse der Gäste aufzubauen, bei denen übrigens Andre Watzke, Sohn von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Startformation stand. Erlinghausen jedoch agierte kühl, blieb konsequent vor dem Werdohler Tor und schloss einen über die linke Seite eingeleiteten Doppelpass mit dem 1:3, Raulfs zweitem Treffer des Nachmittags, ab (60.). Letzte Hoffnungen auf einen Punktgewinn der FSV waren bei den Lennetalern spätestens dahin, als Thomas Kandlen kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde den 1:4-Endstand markierte (74.).

FSV: Grete – Mura (84. Köctürk), Maus, Schröder, Sarris – Brüll – Klamann, Neuke – R. Zekovic, Kessler, Sesay (56. P. Fischer)

RWE: Wübbeke – Kandlen, Rosenkranz, Rummel, Kriesche – Watzke (84. Münker), Meyer – Raulf, Akgüvercin, Grund (64. Gutzeit) – Wachsmann (56. Bahceci)

Schiedsrichter: Götz (Wenden)

Tore: 0:1 (18., Foulelfmeter) Raulf, 1:1 (31.) Klamann, 1:2 (37.) Meyer, 1:3 (60.) Raulf, 1:4 (74.) Kandlen

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