FSV Werdohl empfängt den SSV Meschede

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Die 0:4-Pleite in Siegen soll für Rejhan Zekovic (links) und die FSV Werdohl gegen Meschede kein Thema mehr sein.

Werdohl -  Auf den verheißungsvollen März mit sieben Punkten aus drei Spielen folgte für die FSV Werdohl der „schwarze April“ mit nur einem Zähler aus vier Begegnungen in der Fußball-Landesliga. Das Ziel für das Heimspiel gegen den SSV Meschede am Sonntag (15.30 Uhr, Riesei-Stadion) ist damit klar umrissen: den Negativtrend stoppen und die Konkurrenz im Abstiegskampf nicht weiter aufbauen.

Das 0:4 beim Schlusslicht aus Siegen am vergangenen Sonntag war nach Angaben von FSV-Trainer Alen Terzic in dieser Woche jedenfalls kein Thema mehr. „Man muss auch die Konstellation sehen“, verweist der Iserlohner ein letztes Mal auf die Umstände, unter denen die Werdohler im Siegerland baden gingen: Eigene personelle Nöte, zudem ein mit sieben Akteuren aus dem Regionalliga-Kader aufgerüsteter Gegner. „Ich glaube, das wir das alle gut einordnen können“, ist Terzic überzeugt, dass von der jüngsten Klatsche nichts hängen geblieben ist.

Die Aufgabe gegen Meschede trägt ohnehin einen ganz anderen Charakter. Der Tabellendritte ist wegen seiner Geschwindigkeit im Spiel nach vorne, die im wesentlichen von den Brüdern Bilal und Burak Yavuz sowie Mahmut Yavuzaslan ausgeht, auf den Fußballplätzen Südwestfalens gefürchtet. „Der SSV ist eine sehr offenivstarke Mannschaft, verfügt über viele schnelle, bewegliche Spieler, gerade über die Außenbahnen“, zählt Terzic die Vorzüge Meschedes auf. Unter seinem Vorgänger Marco Sadowski kassierten die Werdohler im Hinspiel Mitte Oktober eine 1:3-Schlappe. Gnadenlos hatte die SSV-Offensive damals jeden Patzer der FSV-Hintermannschaft ausgenutzt.

Auffällig ist indes, dass Werdohl nach der Winterpause das Gros seiner seither errungenen acht Punkte gegen Gegner sammelte, die im Vorfeld vermeintlich höher einzuschätzen waren als die FSV. „Zumindest haben wir gegen die auf dem Papier stärkeren Mannschaften besser gespielt“, ist auch Terzic dieser Trend nicht entgangen. Sollte sich dies am Sonntag bestätigen, könnte sich das zuletzt auf neun Zähler zusammengeschrumpfte Polster auf die Abstiegsplätze vielleicht wieder vergrößern. „Neun Punkte Vorsprung sind immer noch gut, sollten uns aber auch zu erhöhter Konzentration anmahnen“, weiß der FSV-Coach.

Personell sind die Voraussetzungen inzwischen etwas günstiger. Mittelfeldstratege Murat Kaya hat seine Gelbsperre abgesessen, ist wegen des Ausfalls von Robert Bierkoch (Auslandsaufenthalt) eine Option für den vakanten Platz in der Innenverteidigung. Musa Sesay ist wieder im Kader. Ob das auch für den erkrankten Lukas Kessler gilt, ist offen. Sollte er dabei sein, erhöht sich aus Werdohler Sicht die Chance, den Monat Mai besser zu beginnen, als der April endete. - Von Christian Müller

FSV: Grete, Felbick – Mura, Schröder, Kaya, Sander, Sarris, Aydin, Caliskan, Breitenbach (?), Benli, Sesay, Intravaia, Kessler (?), Zejnullahu, Zekovic

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