FSV Werdohl weicht dem Derby aus und empfängt Hennen

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Trotz zweier Siege in Serie benötigen Lukas Kessler (li.) und die FSV Werdohl auch gegen Hennen dringend Punkte.

Werdohl - Die FSV Werdohl folgt dem Beispiel vieler Klubs in der Fußball-Landesliga und hat ihre Partie des zwölften Spieltages verlegt. Um am Sonntagnachmittag terminlich nicht in Konkurrenz zum Bundesliga-Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 zu treten, tragen die Werdohler ihr Heimspiel gegen den SC Hennen bereits am Freitag (19 Uhr, Riesei-Stadion) aus.

Wäre es ausschließlich nach FSV-Coach Manuel Sander gegangen, wäre diese Maßnahme nicht unbedingt nötig gewesen. „Ich kann beiden Vereinen nicht viel abgewinnen“, sagt der Fan des FC Bayern München. Da in seinem Kader aber viele Spieler stehen, die es mit dem BVB oder den Gelsenkirchenern halten, erschien eine Verlegung angebracht. Außerdem stand zu befürchten, dass eine Austragung der Hennen-Partie parallel zum Ruhrgebietsschlager nicht unbedingt dazu geführt hätte, dass die Zuschauerzahlen am Riesei explodiert wären...

Auf die Herangehensweise der Werdohler an das Wiedersehen mit ihrem früheren Torhüter Alexander Schmale, der inzwischen das Gehäuse der Iserlohner hütet, hat die Anstoßzeit freilich keinen Einfluss. Auch nach zuletzt zwei Punktspielsiegen in Folge (3:1 in Attendorn und 2:1 gegen Bad Berleburg) hat Sander nicht den Eindruck, dass das Thema Abstiegskampf für seine Schützlinge damit der Vergangenheit angehört. „Wir haben bisher noch nichts erreicht, müssen weiter an uns arbeiten, stehen weiter unten drin“, predigt der Trainer, dem die Tabelle Recht gibt: Trotz des Sechs-Punkte-Sprints der vergangenen Wochen stehen die Lennetaler noch immer auf Rang 14 – dem ersten Abstiegsplatz.

Die Hennener sind für die FSV insofern ein unbeschriebenes Blatt, als dass sie vor dieser Saison von der Landesliga 3, in der größtenteils Vereine aus dem Ruhrgebiet kicken, in die vom Sauerland dominierte Gruppe 2 verschoben wurden. „Sie kommen nicht über Einzelspieler, über individuelle Klasse“, attestiert Sander den Iserlohnern eine hohe mannschaftliche Geschlossenheit.

Eben die zeichnete jüngst auch die FSV aus. Und der Teamgeist könnte am Freitag abermals Trumpf sein, darf Sander doch auf bewährtes Personal vertrauen. Denn neben dem verletzten Stammtorhüter Markus Grete, für den die Hinserie wahrscheinlich gelaufen ist, ist lediglich Falk Fischer wegen Knieproblemen fraglich. Der Offensiv-Allrounder könnte zumindest von der Bank kommen.

FSV: Felbick – Brüll, Schröder, Maus, Bierkoch, Sarris, Klamann, Aydin, Akdag, Breitenbach, Sesay, P. Fischer, F. Fischer (?), Kessler, Mura, R. Zekovic

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