FSV Werdohl empfängt VfL Bad Berleburg

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Nach der Derbyniederlage in Menden treffen Bartos Mura (rechts) und die FSV Werdohl am Sonntag auf den Tabellennachbarn VfL Bad Berleburg, der aktuell vier Zähler vor den Lennetalern platziert ist.

Werdohl - Was der FSV Werdohl am Sonntag in der Fußball-Landesliga bevorsteht, wird gemeinhin als „Sechs-Punkte-Spiel“ bezeichnet.

Und darum redet Trainer Manuel Sander vor dem Gastspiel des Werdohler Tabellennachbarn VfL Bad Berleburg im Riesei-Stadion (15 Uhr) nicht um den heißen Brei herum: „Das sollte man gewinnen.“

Im Erfolgsfall rückt die FSV, die derzeit als 14. des Klassements den ersten Abstiegsplatz einnimmt, bis auf einen Zähler an den VfL heran. Wenn es schief geht, wächst der Rückstand der Sander-Schützlinge auf das rettende Ufer auf mindestens fünf Punkte an.

Sieges-Sehnsucht ist groß

Die Sieges-Sehnsucht nach den beiden Niederlagen in den MK-Duellen gegen Borussia Dröschede (0:3) und beim BSV Menden (1:2) ist groß. In der Rückschau vor allem auf Menden aber findet der Werdohler Coach deutliche Worte. „Gefallen hat mir dort gar nichts, missfallen vieles“, so Sander, der im Zustandekommen der Niederlage starke Parallelen zu den Pleiten eben gegen Dröschede oder auch Hohenlimburg (1:2) sieht. „Wir verlieren die Dinger am Ende, weil wir in einer offenen Offensivbewegung sind“, betont der 31-Jährige.

Worauf er anspielt, wird auf den zweiten Blick deutlich: Sander will die Mannschaft in zwei Phasen auf Touren bringen. Phase eins beinhaltete das Aufholen körperlicher Defizite einzelner Akteure und das Finden einer Grundordnung, Phase zwei die Entwicklung des eigenen Offensivspiels. Dass die FSV inzwischen deutlich weniger Gegentreffer kassiert als zu Beginn der Saison, deutet darauf hin, dass die Mannschaft den ersten Teil halbwegs verinnerlicht hat.

Normale Entwicklung

Im Vorwärtsgang aber klemmt es nach wie vor beträchtlich. Kämpferisch beackerten die Werdohler in den vergangenen Wochen die gegnerische Hälfte bis zur letzten Sekunde. „Aber es kam relativ wenig Ertrag dabei herum“, weiß Sander, der die Entwicklung aber ein Stück weit für normal hält: „Man kann das Essen eben nicht essen, bevor es gekocht ist.“

Personell kann der FSV-Trainer dieser Tage nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzige Ausnahme: Stammtorhüter Markus Grete knickte im Training am Dienstag um. Genauen Aufschluss über die Schwere der Blessur soll in der kommenden Woche ein MRT-Termin geben. In der Offensive hat Sander bekanntlich durch die Rückkehr von Semir Tuz, der am Sonntag erstmals spielberechtigt ist, eine Option mehr. Bereits in der Saison 2013/14 war Tuz kurzzeitig am Riesei, bevor er zu RW Lüdenscheid zurückkehrte.

FSV: Felbick – Brüll, Schröder, Klamann, Sarris, Maus, Aydin, Mura, Bektas, P. Fischer, F. Fischer, Sesay, Tuz, Kessler, R. Zekovic

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