Starke zweite Hälfte bringt FSV Werdohl zurück ins Spiel

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Lukas Kessler (rechts) wird der FSV Werdohl nach seiner Ampelkarte am kommenden Sonntag fehlen.

Werdohl - Freude ja, Euphorie nein: Das 2:2-Unentschieden in der Fußball-Landesliga gegen RW Hünsborn nahm Alen Terzic, Trainer der FSV Werdohl, positiv auf. Jubelstürme brachen aus dem 34-Jährigen aber nicht heraus, obwohl seine Schützlinge gegen die Elf aus Wenden mehr als ebenbürtig war.

Zur Wahrheit gehört eben auch, dass die Rot-Weißen den Gastgebern am Sonntag in den ersten 45 Minuten einige Probleme bereiteten. „Wir mussten zusehen, dass wir die Seiten geschlossen bekamen. In der ersten Halbzeit waren wir über die Flügel zu durchlässig“, gab Terzic seine Überlegungen wieder.

Um eben jene Löcher zu stopfen, setzte der Iserlohner in der Pause mit der Hereinnahme von Marius Maus ins defensive Mittelfeld eine personelle Kettenreaktion in Gang. Kapitän Manuel Sander übernahm wie in der Vorwoche wieder die linke Seite der Abwehrkette und löste dort Onur Benli ab, der anstelle des ausgewechselten Florian Neuke auf den rechten Flügel im Mittelfeld rückte.

Dass dieser Umbau der Hauptgrund dafür war, dass die FSV im zweiten Durchgang jene taktische und läuferische Disziplin aufbrachte, die zum 3:2-Sieg in Olpe geführt hatte, und darüber hinaus vor dem Hünsborner Tor gefährlicher wurde, mochte Terzic nicht behaupten. Ganz offensichtlich machten diese taktischen Kniffe Hünsborn das Leben aber bedeutend schwerer. „Wichtig waren die Erkenntnisse der zweiten Halbzeit, dass wir es geschafft haben, besser ins Pressing zu kommen und Hünsborn zu stören“, betonte Terzic, nachdem er seiner Elf für den ersten Durchgang „zu viele Fehler im Spielaufbau“ attestiert hatte. Am Ende waren die Riesei-Kicker mit Falk Fischers Schlenzer dem neuerlichen 3:2-Siegtreffer gar näher als die Gäste (90.). Und das, obwohl die Hausherren nach der Ampelkarte gegen Lukas Kessler in Unterzahl waren.

Über zwei liegen gelassene Zähler ärgern wollte sich der FSV-Trainer trotzdem nicht. „Wir sollten zufrieden sein, dass wir dem bisherigen Tabellenzweiten nach zweimaligem Rückstand noch ein 2:2 abgerungen haben“, sagte Terzic und ergänzte, „die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind“, sei fast noch wichtiger als die Gesamtausbeute von vier Punkten aus den beiden ersten Partien des Jahres 2015.

Umso wichtiger war das Remis aus Werdohler Sicht, weil mit dem BSV Menden, SV Hüsten und der Reserve der SF Siegen die übrigen Teams im Abstiegskampf leer ausgingen. „Wir haben uns wieder einen Punkt von unseren Konkurrenten abgesetzt“, sieht Terzic seine Schützlinge im Soll. Die nächste Gelegenheit, die Bilanz weiter zu den eigenen Gunsten zu verändern, bietet sich im Auswärtsspiel beim VfL Bad Berleburg, der im September am Riesei mit 4:0 gewann. - Von Christian Müller

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