Steigerung der FSV gegen Neheim kommt zu spät

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Emre Aydin (rechts, bedrängt von Neheims Baran Arslan) brachte nach Ansicht von FSV-Trainer Alen Terzic etwas mehr Stabilität ins Werdohler Spiel. Die entscheidende Wende blieb dennoch aus.

Werdohl - Vieles von dem, was die FSV Werdohl und Trainer Alen Terzic sich im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den SC Neheim vorgenommen hatten, ging erst zu spät auf. Daraus machte der Coach am Tag nach der 0:4-Schlappe keinen Hehl. Der Blick geht dennoch kämpferisch auf den kommenden Sonntag, wenn die FSV in Menden gastiert.

Eine starke zweite Hälfte hatten die Werdohler gegen die Gäste aus dem Hochsauerlandkreis geliefert. „Hinten heraus war das Ergebnis ein bisschen zu deutlich“, bilanzierte Terzic daher. Die Hypothek des 0:2-Pausenstandes war schwer aufzuholen.

„Der Verlauf der zweiten Halbzeit war aus unserer Sicht bedeutend besser als der der ersten, weil wir besser in die Zweikämpfe kamen, höhere Ballbesitzzeiten hatten und auch besser Fußball gespielt haben“, ließ der FSV-Trainer die zweiten 45 Minuten Revue passieren. Mit einem Doppelwechsel hatte Terzic in der Pause versucht, der Partie eine Wendung zu geben. Im Auftreten seiner Elf gelang dies, aber nicht im Ergebnis. „Emre Aydin hat eine gewisse Stabilität ins defensive Mittelfeld zurückgebracht“, konstatierte der Iserlohner. Und auch Lukas Kessler, der Musa Sesay im Angriffszentrum ablöste, habe mit seiner Spielfreude für Belebung gesorgt.

Im ersten Durchgang entschieden sich die Werdohler nach Ansicht ihres Trainers zu häufig für den langen Ball, was aber, mutmaßte Terzic, auch dem Spielverlauf und dem Ergebnis geschuldet war. „Uns fehlte die Präzision im Zuendespielen unserer Angriffe“, so der 34-Jährige.

Ein Vorwurf, den Neheims Coach Alex Bruchhage seinen Schützlinge nur insofern machen wollte, als dass sie das Resultat nicht schon im ersten Durchgang deutlicher gestalteten. Dafür bestraften die Gäste dann in der Schlussphase nahezu jeden Patzer in der aufgerückten FSV-Hintermannschaft mit einem weiteren Treffer.

Am kommenden Sonntag erwartet die Werdohler mit dem BSV Menden erstmals unter der Regie von Terzic ein Team aus der unteren Tabellenhälfte. „Wichtig ist, dieses 0:4 zu vergessen und mit einer ähnlich breiten Brust nach Menden zu fahren, wie wir es zuletzt gemacht haben“, unterstreicht Terzic in Anspielung auf die erfolgreichen Gastspiele in Olpe und Bad Berleburg.

Über die tabellarische Konstellation, dass die FSV sich im Erfolgsfall wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden würde, mag der Iserlohner nicht gern sprechen – noch nicht. „Dass wir mit einem Dreier den entscheidenden Schritt gemacht hätten, das mag so sein. Aber das lässt sich im Vorfeld ja nicht vorhersagen.“ - Von Christian Müller

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