Eigentor rettet der FSV Werdohl einen Punkt in Lennestadt

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Redouane El Alami (rechts) und die FSV wurden in Lennestadt für ihren Einsatz mit dem späten 2:2-Ausgleich belohnt.

Lennestadt -  Eine Woche nach dem ersten Saisonsieg gegen den BSV Menden (2:0) feierte die FSV Werdohl am Sonntag einen weiteren, wenn auch letztlich etwas glücklichen Punktgewinn in der Fußball-Landesliga. Beim FC Lennestadt kam die Elf von Trainer Marco Sadowski in der Nachspielzeit durch ein Eigentor des Lennestädters Andre Friedrichs zum umjubelten 2:2 (0:1)-Unentschieden.

Es waren auch die Gäste, die im Hensel-Stadion den besseren Start erwischten. Damiano Intravaia visierte das kurze Eck an, doch Lennestadts Torhüter Steffen Dicke parierte zum Eckball (6.). Wenig später setzte Redouane El Alami Onur Benli ein, der den Ball quer vor das Tor auf den am langen Pfosten lauernden Lukas Kessler schlug. Der aber rutschte am Spielgerät vorbei (12.).

Mit Ablauf der Anfangsviertelstunde übernahmen die Hausherren das Kommando. FCL-Torjäger Florian Friedrichs kam nach einem Eckball zum Schuss, wuchtete die Kugel aber am Werdohler Gehäuse vorbei (16.). „Die erste Halbzeit haben wir katastrophal verschlafen“, kritisierte Sadowski mit Blick auf die Drangphase der Lennestädter, die bis in die zweiten 45 Minuten hineinreichte. Den Führungstreffer erzielten die Gastgeber aber noch vor dem Seitenwechsel. FSV-Schlussmann Marcus Grete sah beim verdeckten Schuss von Moritz Thöne aus rund 25 Metern, der das 1:0 brachte (38.), nicht ganz glücklich aus.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff leistete sich Werdohls Innenverteidiger Marius Maus einen schwerwiegenden Ballverlust. Dominik Allebrodt jagte ihm das Leder ab, dessen Schuss parierte Grete zunächst noch, war gegen Florian Friedrichs Versuch im Nachsetzen aber machtlos – 2:0 (53.).

Die FSV benötigte ein paar Minuten, sich von dem Schock zu erholen, fand dann aber mit einer Willensleistung in die Begegnung zurück. Lohn war Murat Kayas Kopfball zum 2:1-Anschlusstreffer (63.).

Danach gab es nicht viele Abschlüsse, die Werdohler rangen dennoch um den Ausgleichstreffer. Der fiel, als kaum noch jemand damit rechnete: In der 92. Minute durch ein Eigentor von Andre Friedrichs. „Ich bin froh und glücklich, dass wir dieses Spiel noch zu einem Unentschieden gebracht haben“, atmete Sadowski durch. Sein Lennestädter Gegenüber Benedikt Gabriel empfand das Remis als „gefühlte Niederlage“. - Von Christian Müller

Lennestadt: Dicke – A. Friedrichs, Goldmann, Hebbeker, M. Friedrichs – Baser, Kaufmann, M. Thöne, P. Thöne (77. Gerguri) – Allebrodt, F. Friedrichs (89. J. Völmicke)

FSV: Grete – Bierkoch (46. Akdeniz), Schröder, Maus, Schwenck (75. Strongface) – El Alami, Kaya – Benli, Kessler (57. Breitenbach), Neuke – Intravaia

Schiedsrichter: Lukas Sauer (Kamen)

Tore: 1:0 (38.) M. Thöne, 2:0 (53.) F. Friedrichs, 2:1 (63.) Kaya, 2.2 (90.+2/Eigentor) A. Friedrichs

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