FSV Werdohl dreht das Kellerduell gegen den Hasper SV

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Lukas Kessler (rechts) war einer von zwei Doppeltorschützen im Dress der FSV Werdohl und brachte damit die Wende im Kellerduell gegen Haspe.

Werdohl -  Eine ihrer besten Halbzeiten in dieser Saison der Fußball-Landesliga genügte der FSV Werdohl, um am ersten Adventssonntag gegen das damit weiterhin sieglose Schlusslicht Hasper SV einen 1:2-Pausenrückstand in einen letztlich mehr als verdienten 4:2-Erfolg zu verwandeln.

Die Anfangsviertelstunde verschlief die Mannschaft von FSV-Trainer Manuel Sander jedoch gänzlich. Nach einem Freistoß aus halblinker Position fiel der Abpraller Murat Sertkaya vor die Füße, der den Tabellenletzten mit 1:0 in Führung schoss (7.). Wenig später war Sertkaya mit dem 0:2 (14.) zur Stelle. Bei diesem Schuss aus der zweiten Reihe gab Werdohls Schlussmann Simon Felbick keine allzu glückliche Figur ab. Zugute gehalten werden muss dem Routinier allerdings, dass aus dieser Position nicht unbedingt mit einem Torschuss zu rechnen war und seine Vorderleute den Schützen auch überhaupt nicht bedrängten.

Die Hausherren taten sich im Werdohler Dauerregen schwer, diesen Rückschlag aus den Kleidern zu schütteln. Zwar war den Lennetalern das Engagement nicht abzusprechen, aber immer wieder verhinderten Ungenauigkeiten oder zu kleinteiliges Passspiel einen gefährlichen Abschluss. Mehmet Bektas, der nach einem Eckball das Lattenkreuz des Hasper Kastens traf, hatte noch am ehesten den Anschlusstreffer auf dem Fuß (21.). Der aber fiel schließlich erst, nachdem die Werdohler bereits in Überzahl waren. Sertkaya leistete sich einen rüden Tritt gegen das Schienbein von Rejhan Zekovic und sah dafür die Rote Karte (34.). Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff traf Marcus Brüll dann zum 1:2 für die FSV (45.+1).

Durchgang zwei sah eine völlig verwandelte FSV: Entschlossen, rasant, schnörkellos, fast wütend rollte Angriff um Angriff auf Haspes Torhüter Michael Blume zu. Der schnelle Lohn folgte in Form des 2:2-Ausgleichs durch Lukas Kessler (50.). Bevor der FSV-Kapitän mit dem 3:2 nach einer Traumflanke von Kosta Sarris den ersten „Doppelpack“ des Tages schnürte, hätten bereits Kessler selbst (55.) oder Philip Fischer (57., 59.) einnetzen können. Die Brust der Werdohler wurde immer breiter, während bei Haspe nicht nur die Kräfte, sondern auch der Glaube an etwas Zählbares schwanden. So traf in der Schlussphase auch Brüll mit dem 4:2 zum zweiten Mal an diesem Nachmittag (81.).

FSV: Felbick – Brüll, Schröder, Bierkoch, Sarris (86. Mura) – R. Zekovic (83. Akdag), Maus, Klamann, P. Fischer – Bektas (60. Aydin), Kessler

Haspe: Blume – Özdemir, Dursun, Akdogan, Akbas – Cela (46. Giemsa), Salvo, Akbaba (62. Özdil), Caliskan (66. Özalp) – Özüsaglam, Sertkaya

Schiedsrichter: Lambrette (Arnsberg)

Tore: 0:1 (7.) Sertkaya, 0:2 (14.) Sertkaya, 1:2 (45.+1) Brüll, 2:2 (50.) Kessler, 3:2 (65.) Kessler, 4:2 (81.) Brüll

Bes. Vorkommnis: Rote Karte (34.) gegen Haspes Sertkaya wegen groben Foulspiels

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