FSV Werdohl trifft auf "kleine Wundertüte" FC Wetter

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Nach der etwas unglücklichen 1:3-Niederlage in Lennestadt richten Rejhan Zekovic (links) und seine Teamkollegen von der FSV Werdohl den Blick auf das „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den FC Wetter.

Werdohl - Die Formulierung ist nicht allzu originell. Aber das bedeutet ja nicht zwingend, dass sie falsch ist. Das Aufeinandertreffen in der Fußball-Landesliga mit dem FC Wetter am Sonntag (15 Uhr, Riesei-Stadion) erklärt Manuel Sander, Trainer der FSV Werdohl, einmal mehr zum Sechs-Punkte-Spiel.

Warum der Werdohler Coach nicht zum ersten Mal in dieser Saison dieses Etikett wählt, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle: Dort stehen die Wetteraner aktuell noch drei Zähler vor der FSV. Im Erfolgsfall könnten Sanders Schützlinge also zu den Gästen vom Rande des Ruhrgebiets aufschließen und damit an das untere Mittelfeld des Klassements heranrücken. 

Eine detaillierte Einschätzung des FC fällt dem FSV-Coach jedoch schwer. Das liegt zum einen daran, dass Wetter in der Hinserie der letzte Gegner war, bevor Sander vom Arnsberger A-Ligisten SV Affeln zurückkehrte und das Zepter auf der Werdohler Bank übernahm. Folglich ist Wetter das letzte verbliebene Team der Liga, das der 31-Jährige noch nicht aus eigener Anschauung kennt. 

„Die sind eine kleine Wundertüte“, sagt Sander daher, führt das aber auch darauf zurück, dass „bei denen in der Winterpause einiges passiert“ sei. Gleich sieben Akteure verabschiedeten sich nach der Hinrunde von dem Verein, allen voran Torjäger Saverio Amoroso, den es aus beruflichen Gründen inzwischen nach Österreich verschlagen hat. Kompensiert werden sollten die Verluste mit lediglich drei Nachverpflichtungen, von denen eine aus dem eigenen Nachwuchs stammt. 

Zumindest den Ergebnissen nach geht die Saat bis dato nicht auf: Alle drei Punktspiele im Jahr 2016 verlor Wetter, hatte dabei insbesondere bei den Heimauftritten mit RW Hünsborn (1:4) und Spitzenreiter SC Neheim (0:1) aber namhafte Konkurrenten. 

Unabhängig von diesen Faktoren stellt sich für die Werdohler damit jetzt wieder eine etwas anders gelagerte Aufgabe als zuletzt auswärts beim FC Lennestadt. Auch wenn der Tabellendritte die Riesei-Kicker keineswegs an die Wand spielte, spricht vieles dafür, dass die FSV gegen Wetter wieder verstärkt die Initiative wird übernehmen müssen. Das soll im gewohnten 4-4-2-System geschehen. 

Auf den offensiven Außenpositionen muss Sander allerdings zwei Ausfälle verkraften: Falk Fischer weilt aus privaten Gründen in Italien, Emanuele Catalano fehlt beruflich bedingt. Erste Kandidaten auf den Flügeln sind damit Falks Bruder Philip und Rejhan Zekovic.

FSV: Grete, Duru – Brüll, Akdag, Bektas, Schröder, Klamann, Maus, Sarris, Günes, Aydin, P. Fischer, R. Zekovic, Avdiu, Sesay, Kessler, Topcu, Tuz

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