Nach dem Arbeitssieg wartet auf die FSV ein schwerer Brocken

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Mit seinem unkonventionellen Treffer vom Anstoßpunkt aus entschied FSV-Kapitän Lukas Kessler die Partie gegen Eslohe bereits in den ersten Sekunden.

Werdohl - Von wirklicher Euphorie war bei den Spielern der FSV Werdohl nichts zu spüren, als Schiedsrichter Fabian Kunkel das Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den BC Eslohe abpfiff und die FSV mit 1:0 ihre ersten drei Punkte dieser Saison unter Dach und Fach gebracht hatte. Vielmehr wirkte die Reaktion wie eine Mischung aus Erschöpfung und Erleichterung.

Woran das lag, war offensichtlich: Der fußballerisch auf mäßigem Niveau stehende Abnutzungskampf mit dem technisch zwar limitierten, in puncto Einsatz aber nimmermüden Aufsteiger hatte die Werdohler einiges an Kraft gekostet. „Wenn du unten stehst, musst du dich herauskämpfen und -arbeiten. Das haben die Jungs alle hervorragend getan“, fand der neue Trainer Manuel Sander nach dem ersten Punktspiel unter seiner Leitung lobende Worte.

Was niemand ahnen konnte: Schon nach den ersten Sekunden war die Begegnung entschieden. Weil Lukas Kessler sich etwas Unkonventionelles traute und das Leder direkt nach dem Anpfiff vom Anstoßpunkt aus über alle Esloher inklusive des verdutzten Torhüters Julian Bürger hinweg zum entscheidenden 1:0 ins Netz drosch. Ob der Werdohler damit das schnellste Landesliga-Tor aller Zeiten erzielte, lässt sich natürlich nicht überprüfen. Gute Chancen auf diesen inoffiziellen Titel dürfte er mit seinem Geniestreich aber in jedem Fall haben.

Wer die schelmischen Gesichter vieler FSV-Akteure und des Trainers beim Jubel beobachtete, hätte auf die Idee kommen können, dass dieser Überraschungsangriff kein Zufall war. „Es war jedenfalls nicht geplant, das Spiel auf diese Weise zu gewinnen“, wollte Sander diesen Verdacht weder bestätigen noch dementieren, betonte lediglich: „Wir wissen alle, dass Lukas ziemlich schussstark ist.“

Das deutete sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte an, als der Offensiv-Allrounder bei mehreren Gelegenheiten eine deutlichere Führung für sein Team liegen ließ. „Wir müssen einfach die Torchancen wegmachen, dann ist unser Sieg schon vorher klar“, fand Sander das Haar in der Suppe.

Tabellarisch jedenfalls beendete die FSV mit dem ersten Saisonsieg am sechsten Spieltag ihre „Null-Diät“ nach zuvor fünf Niederlagen. Weil das zeitgleich aber auch dem VfL Bad Berleburg gelang (2:0 beim Hasper SV), stehen nunmehr Haspe und eben Eslohe mit jeweils einem Zähler auf den letzten beiden Plätzen, die FSV belegt Abstiegsrang 14.

Schon am kommenden Freitag werden sich die Werdohler im vorgezogenen Auswärtsspiel beim SV Hohenlimburg (19 Uhr, Kirchenbergstadion) bei ihrem früheren Co-Trainer Roman Reichel, der in Balve wohnt, mit einer ungleich höheren Hürde konfrontiert sehen.

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