FSV Werdohl empfängt Schlusslicht SV Hüsten

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Melih Akdeniz und die FSV Werdohl wollen sich bis zum Ende der Hinserie ein Punktepolster erarbeiten.

Werdohl - Das Wort „richtungsweisend“ ist ein Attribut, das Trainer gern verwenden, wenn ein Spiel bevorsteht, das vermeintlich Aufschlüsse darüber gibt, ob sich ihre Mannschaft in der Tabelle eher nach oben oder nach unten orientieren muss. Marco Sadowski, Coach der FSV Werdohl, hält diese Floskel für das Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den SV Hüsten (Sonntag, 16 Uhr, Riesei-Stadion) für unbrauchbar.

Klar ist jedoch, dass eine Niederlage gegen die bislang sieglosen Hüstener die Werdohler wieder tiefer in den Abstiegskampf verwickeln, ein Sieg den Anschluss ans Mittelfeld herstellen könnte. Sadowski aber denkt über die anstehende Partie hinaus. „Wir sollten in den restlichen Spielen bis zur Rückrunde möglichst viele Punkte sammeln, damit wir ein kleines Polster und ein bisschen mehr Ruhe haben“, betont der FSV-Trainer. „Wir sind unten drin, daran würde ein Sieg gegen Hüsten nichts ändern. Aber er würde uns einfach gut stehen“, ergänzt der Lüdenscheider.

Die Hüstener sind auf Rang 15 Tabellenschlusslicht – wenn man das bereits vor Saisonbeginn zurückgezogene Team von Preußen Borghorst, das als erster Absteiger feststeht, außen vor lässt. Dementsprechend ist die Gefahr, die Elf von Trainer Torsten Garbe zu unterschätzen, durchaus gegeben. „Das habe ich die ganze Woche gepredigt und werde es bis zum Spiel am Sonntag weiter tun“, erklärt Sadowski, der zugleich auf die zuletzt positive Tendenz bei der Truppe um den formstarken Torjäger Georg Voß (sieben Saisontore) verweist.

Am vergangenenWochenende gelang Hüsten mit einem torlosen Remis gegen den SSV Meschede ein echter Achtungserfolg. Zum Vergleich: Die FSV hatte Mitte Oktober mit 1:3 in Meschede verloren – trotz mehr als 20-minütiger Überzahl.

Zuversicht schöpft Sadowski unter anderem aus der Tatsache, dass die personelle Situation am Riesei sich nach und nach verbessert. „Die Mannschaft hat sich bislang in den meisten Fällen von selbst aufgestellt. Hoffentlich können wir jetzt das letzte Bisschen an Komzentration herauskitzeln“, hofft der Werdohler Coach.

Fraglich ist indes der Einsatz von Mittelfeldstratege Murat Kaya, der mit massiven Rückenproblemen zu kämpfen hat und die Abschlusseinheit am Freitag ausließ. Die Offensivkräfte Rehjan Zekovic und Damiano Intravaia kommen nach ihren Verletzungen nach wie vor nicht für einen Einsatz in Frage, der genese Fisnik Zejnullahu hingegen schon. Ob der Ex-Iserlohner dem zuletzt in vorderster Front aufgebotenen Robert Bierkoch das Mandat für die Startelf abspenstig macht, ließ Sadowski offen. - Von Christian Müller

FSV: Grete, Felbick – Akdeniz, Schröder, Maus, Neuke, Sarris, El Alami, Kaya (?), Breitenbach, Benli, Mura, Kessler, Bierkoch, Strongface, Zejnullahu

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