FSV Werdohl punktet auch gegen Hünsborn

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Vor allem im zweiten Durchgang ließen die FSV Werdohl und Rejhan Zekovic (rechts, im Kopfballduell mit Dennis Ermin) Hünsborn keine Ruhe.

Werdohl - Viel fehlte nicht, damit die FSV Werdohl nach der SpVg Olpe vor Wochenfrist am Sonntagnachmittag im Heimspiel der Fußball-Landesliga mit RW Hünsborn den nächsten Favoriten gestürzt hätte. Doch am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Alen Terzic nach einer vor allem im zweiten Durchgang kampf- und willensstarken Vorstellung gegen den bisherigen Tabellenzweiten mit einem 2:2 (0:1)-Remis begnügen.

Den ersten richtigen Wachmacher hielt auf Seiten der FSV Rückkehrer Falk Fischer parat, der mit einem Geschoss aus halblinker Position die Latte des Hünsborner Tores traf (14.). Danach aber bereiteten die Gäste den Werdohlern durchaus einige Mühe. „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, in unser Pressing zu kommen“, analysierte Terzic nach dem Abpfiff.

Und so war der Führungstreffer für die Rot-Weißen durch Marius Uebach (22.) in der Gesamtbetrachtung nicht unverdient. Dennis Ermin hatte eine weitere Möglichkeit per Freistoß (30.), Uebach eine Chance nach einem Patzer in der FSV-Defensive (45.).

In der Halbzeit stellte Terzic um. Der für Florian Neuke eingewechselte Marius Maus rückte ins defensive Mittelfeld, Kapitän Manuel Sander auf die linke Verteidigerposition. Von dort schob Terzic Onur Benli ins rechte Mittelfeld. Ein Umbau, der wirkte. Die Werdohler legten an Kompaktheit und Tempo spürbar zu, drangen Hünsborn zunehmend in dessen eigene Hälfte. Ermin wusste den durch den Strafraum dribbelnden Lukas Kessler nur per Foul zu stoppen, das Schiedsrichter Jan Maßmann mit einem Strafstoß für die Gastgeber ahndete. Murat Kaya verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (61.).

Direkt nach Wiederanpfiff tauchte Benli vor dem RW-Kasten auf, spitzelte das Spielgerät aber über das Gehäuse (63.). In diese starke Werdohler Phase hinein brachte Uebach Hünsborn mit seinem Treffer zum 1:2 (74.) erneut in Führung. Fischer aber stellte mit seinem 2:2 die Uhren wieder auf Null (76.). Ein Kopfballtor von Kaya wurde wegen eines vorangegangen Foulspiels zurückgepfiffen (79.).

Kurz darauf sah Kessler nach einer Rangelei mit seinem Gegenspieler die gelb-rote Karte. „Das war unnötig“, kommentierte Terzic, beschwichtigte aber: „Er ist ein leidenschaftlicher Spieler und braucht das, um gut zu sein.“ Am Ende war für die FSV sogar in Unterzahl mehr als ein Remis drin. „Diesen einen Punkt haben wir uns mehr als verdient“, war Terzic entsprechend zufrieden. - Von Christian Müller

FSV: Grete – Mura, Schröder, Bierkoch, Benli – Sander – Neuke (46. Maus), Kaya, Kessler, Fischer – Zekovic (88. Intravaia)

Hünsborn: Wurm – Alfes (53. Becker), Wäschenbach, Ermin, Kadimsky – Jung (86. Rehband), Schuchert (65. Braas), Hatzfeld, Blecker – Schlemper, Uebach

Schiedsrichter: Maßmann (Unna)

Tore: 0:1 (22.) Uebach, 1:1 (61., Foulelfmeter) Kaya, 1:2 (84.) Uebach, 2:2 (76.) Fischer

Bes. Vorkommnis: Gelb-rote Karte (81.) gegen Kessler nach einer Rudelbildung

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