FSV Werdohl startet gelöst in die letzte Saisonwoche

+
Die Werdohler um Moritz Klamann (links) siegten in Dröschede nicht unverdient.

Werdohl - Zweimal den Tabellendritten gestürzt, in Menden und Dröschede zwei MK-Duelle nacheinander für sich entschieden: Die FSV Werdohl und ihr zum Saisonende scheidender Trainer Carsten Minker starten selbstbewusst und entspannt in die Woche vor dem abschließenden Spieltag der Fußball-Landesliga.

Nach den 2:1-Siegen bei den Nachbarn im Kreis zieht Minker zufrieden Bilanz. „Das waren zwei richtig gute Auswärtsspiele“, so der Coach. Ganz deckungsgleich waren die beiden Begegungen freilich nicht. In Menden stand die FSV anfangs noch spürbar unter dem Eindruck des 0:10-Debakels gegen RW Erlinghausen vor knapp zwei Wochen.

Bei der Borussia, die dank des Werdohler Sieges in Menden den dritten Tabellenplatz vom BSV geerbt und inzwischen an selbigen wieder verloren hat, präsentierten sich die Kicker vom Riesei gefestigter. Defensive Stabilität gepaart mit hoher Laufbereitschaft und einem Tick mehr Präzision im eigenen Angriffsspiel sorgten dafür, dass Minkers Schützlinge vor dem gegnerischen Tor gefährlicher wirkten als die Elf aus dem Iserlohner Stadtteil. „Wir haben Dröschede nur ein ganz kleines Spielfeld angeboten, hatten dadurch immer wieder Ballgewinne“, analysierte der FSV-Coach.

Vor allem die Außen Manuel Sander und Rejhan Zekovic machten gemeinsam mit Robert Bierkoch eine Menge Betrieb. „Robert ist mit Abstand unser laufstärkster Spieler“, lobt Minker. Wegen eben dieser Qualität hatte der Trainer den etatmäßigen Innenverteidiger zuletzt häufiger eine Position weiter nach vorn geschoben.

Wenn sich die Werdohler in Dröschede einen Vorwurf gefallen lassen mussten, dann den, die Partie nicht schon früher entschieden zu haben. Gelegenheit dazu hatte beispielsweise Onur Benli. „In der Summe war es das ein oder andere Tor zu wenig“, gestand Minker ein.

Nach zwei Auswärtssiegen bei Spitzenteams der Liga ist dies freilich eine Klage auf hohem Niveau. Entsprechend gelöst gehen Minker und Co. in die letzte Woche der Saison, die am Pfingstsonntag mit dem Heimauftritt gegen RW Hünsborn (15 Uhr) abschließt. „Diese Woche wird zwangsläufig nicht mehr ganz so intensiv“, so der Coach. Am Donnerstag ist eine verkürzte Einheit geplant, am Freitag ist das Team bereits in die Vorbereitungen für das Stadtfest involviert.

Dennoch könnte es am Sonntag emotional werden. Schließlich verabschiedet die FSV nicht nur fünf Spieler, sondern auch den Trainer Carsten Minker. „Da ist schon ein bisschen Wehmut dabei“, gibt der designierte Sportliche Leiter zu. - Von Christian Müller

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare