FSV Werdohl in Menden ohne „zündende Ideen“

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Im Vorwärtsgang befanden sich die FSV und Bartos Mura in Menden oft genug, allein Torgefahr entstand zu selten.

Werdohl - Das Wort „unglücklich“ verwendete Alen Terzic, Trainer der FSV Werdohl, in der Nachbetrachtung der 0:1-Auswärtsniederlage beim BSV Menden mehrfach. Es war in erster Linie auf den frühen und letztlich entscheidenden Gegentreffer durch Tim Alexander Kießler gemünzt, den der Fußball-Landesligist bereits in der 2. Minute kassierte.

Die gesamte Strategie der FSV war damit zeitig über den Haufen geworfen, das Duell mit dem Konkurrenten aus dem märkischen Nordkreis schnell in eine Richtung gelenkt. „Es war der Ansatz, aus einer stabilen Formation immer wieder eigene Angriffe zu fahren“, gab Terzic seine Überlegungen aus dem Vorfeld wieder. Stattdessen gerieten seine Schützlinge auch im fünften Spiel unter seiner Regie mit 0:1 in Rückstand. Eine merkwürdige Serie, die Rätsel aufgibt. „Natürlich ist das ein Thema. Aber dass man der ganzen Geschichte nach Spielen, in denen wir gepunktet haben, nicht ganz so viel Raum schenkt, ist auch klar“, so der Iserlohner.

Das frühe Mendener Führungstor zeigte bei den Werdohlern Wirkung. „Es war schwierig, mit diesem Rückstand zurecht zu kommen“, räumte Terzic ein. Bis zum Pausenpfiff gelang seiner Elf das nicht besonders gut, hätte sie nach dem Abseitstor und dem Lattentreffer – jeweils durch Nikolas Schött – nach der ersten Hälfte bereits deutlicher als nur mit 0:1 im Hintertreffen liegen können. Hochkaräter, denen Mendens Coach Sven Nieder nach dem Abpfiff nachtrauerte: „Man muss eindeutig sehen, dass wir zur Pause schon 3:0 führen müssen.“

Nach dem Seitenwechsel aber wandelte sich das Bild. Der BSV überließ den Gästen zunehmend das Feld. „Da haben wir logischerweise mehr Ballbesitz entwickelt, mehr Chancen kreiert, ohne aber die zündenden Ideen zu haben“, brachte Terzic das Problem der FSV auf den Punkt. Bereits nach dem Abpfiff hatte der 34-Jährige von zu vielen „falschen Entscheidungen“ gesprochen, die sein Team im Vorwärtsgang zurzeit treffe. Dieser Zustand ließe sich freilich korrigieren. „Das sind Dinge, die man sich im Training nach und nach erarbeiten kann“, war Terzic überzeugt.

Den endgültigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf haben die Werdohler mit der zweiten Niederlage in Serie indes vorerst verpasst, sind Menden und auch der SV Hüsten nach einem überraschenden 4:0-Erfolg über Hünsborn schließlich wieder etwas näher herangerückt. Für Terzic kein Problem: „Ich bin weder in große Euphorie verfallen, als wir ein paar Mal gepunktet haben, noch werde ich jetzt in die andere Richtung ausschlagen.“ - Von Christian Müller

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