FSV Werdohl jubelt beim 1:1 gegen Lennestadt nur kurz

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Vor allem in der zweiten Halbzeit beackerten Musa Sesay (rechts) und die FSV Werdohl unaufhörlich die Hälfte des FC Lennestadt. Doch nach dem späten Führungstreffer fiel postwendend der 1:1-Endstand.

Werdohl - Auf den späten Jubel folgte die noch spätere Ernüchterung: In der Schlussphase markierte die FSV Werdohl am Sonntag im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den FC Lennestadt den 1:0-Führungstreffer, kassierte aber postwendend den 1:1-Ausgleich. So musste sich die Elf von Trainer Alen Terzic letztlich mit der Punkteteilung begnügen.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ohne echte Torchance tauchte plötzlich Christian Schmidt frei vor FSV-Torhüter Markus Grete auf, hatte diesen auch schon umkurvt, schob den Ball dann aber neben das leere Tor (20.). Es hätte die Lennestädter Führung sein müssen. Kurz darauf leistete sich der Werdohler Keeper eine Nachlässigkeit, FCL-Torjäger Florian Friedrichs schloss jedoch zu überhastet mit dem Versuch eines Fallrückziehers ab (25.). Die dickste Möglichkeit für die Hausherren besaß kurz vor dem Seitenwechsel Rejhan Zekovic, der mit Tempo auf Lennestadts Schlussmann Steffen Dicke zusteuerte und aus halblinker Position den Schlenzer probierte. Das Geschoss prallte jedoch an die Latte (40.). Auf der Gegenseite traf Samed Baser per Freistoß das Außennetz (44.).

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Werdohler immer mehr das Kommando, drängten auf die erste Führung unter der Regie von Terzic. Ein Freistoß aus etwa 20 Metern von Lukas Kessler strich um Haaresbreite am Kasten der Gäste vorbei (50.). Nach rund drei Vierteln des Spiels pfiff Schiedsrichter Michael Persch ein Abseitstor der Lennestädter zurück (71.). Insgesamt boten beide Mannschaften ein ansehnliches Tempo, doch in Durchgang zwei wirkte die FSV gefährlicher und entschlossener in des Gegners Hälfte.

Und das Anrennen der Gastgeber wurde belohnt. Nach einem von Zekovic getretenen Eckball landete das Spielgerät am langen Pfosten bei Onur Benli, der per Direktabnahme flach ins hintere Eck zum 1:0 traf (88.). Der Bann schien gebrochen, der erste Sieg für die FSV nach zuletzt zwei Niederlagen greifbar nahe. Doch der Jubel war kaum verhallt, als Lennestadt in halblinker Position noch einmal einen Freistoß zugesprochen bekam. Der landete auf dem Kopf des freistehenden Sebastian Kaufmann, der zum 1:1-Endstand einnickte (89.). „Wenn du so spät den möglichen Siegtreffer erzielst, dann bist du nahe dran am Dreier“, ärgerte sich Terzic, der angesichts des von ihm hoch eingeschätzten Kontrahenten aber nicht unzufrieden war: „Wir sind sehr froh, dass wir gegen einen starken Gegner zumindest einen Punkt erspielen und erarbeiten konnten.“ - Von Christian Müller

FSV: Grete – Mura, Schröder, Bierkoch, Sarris – Sesay (63. Benli), Aydin, Kaya, Fischer – Kessler (80. Intravaia), Zekovic

Lennestadt: Dicke – M. Friedrichs, S. Hebbeker, C. Hebbeker, D. Schmidt – Allebrodt, Kaufmann, M. Thöne, Baser – C. Schmidt (46. Goldmann), F. Friedrichs

Schiedsrichter: Persch (Hagen)

Tore: 1:0 (88.) Benli, 1:1 (89.) Kaufmann

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