FSV mit Pokal-Schwung zum MK-Duell in Menden

+
Musa Sesay fehlte der FSV gegen Wickede krankheitsbedingt, könnte in Menden aber wieder zum Kader stoßen.

Werdohl -  Ein in dieser Saison seltenes Bild gab es am Donnerstagabend am Riesei zu bestaunen: Eine singende und jubelnde Traube aus Spielern der FSV Werdohl lag sich nach dem 2:0-Erfolg über Westfalia Wickede in der zweiten Runde des Westfalenpokals in den Armen. Logisch, dass die Werdohler den Schwung dieses Pokal-Coups mitnehmen wollen in den Alltag der Fußball-Landesliga – im Derby beim BSV Menden am Sonntag (15 Uhr, Huckenohl-Stadion).

Die Euphorie über den Achtelfinal-Einzug im Pokal auf Verbandsebene machte auch vor FSV-Trainer Manuel Sander nicht Halt, auch wenn dessen Äußerungen sich am Tag danach eher nüchtern annahmen. „Im Grunde genommen haben wir es zuvor auch in der Liga gegen Hohenlimburg und Dröschede schon ordentlich gemacht. Da haben nur die Ergebnisse nicht gestimmt“, betonte der 31-Jährige.

Zwei Akteure erhielten von ihrem „Chef“ ein Sonderlob. Zum einen galt dies Moritz Klamann, der mit Marius Maus die Position getauscht und nicht im defensiven Mittelfeld, sondern in der Innenverteidigung für eine vernünftige Organisation sorgte. „Wenn er dort spielt, hat das alles Hand und Fuß“, sagte Sander – und legte damit den Schluss nahe, dass diese Rochade auch für den Sonntag eine Option ist, wenn die Lennetaler in Menden zum zweiten MK-Derby binnen einer Woche auflaufen. Das zweite Sonderlob erhielt Philip Fischer, der für den Treffer zum 2:0-Endstand verantwortlich war. „Ein Tor aus dieser Entfernung und aus diesem Winkel macht man auch nicht alle Tage“, schwärmt Sander, der dem Youngster ferner Fortschritte beim taktischen Verständnis attestierte.

Schlüssel zum Erfolg war gegen den Westfalenligisten aus dem Dortmunder Stadtteil neben der Kompaktheit auch das gute Umschalten. Beides könnte der FSV in Menden helfen, auch in der Liga Fahrt aufzunehmen. Der BSV hat sich nach einer Saison im Abstiegskampf wieder klar nach oben orientiert. Eine Unbekannte in der Werdohler Gleichung könnte der Rasenplatz am Huckenohl sein. Da das Naturgrün am Riesei nach wie vor gesperrt ist, hatte die FSV keine Möglichkeit, sich auf diesen Untergrund vorzubereiten.

Sander kann am Sonntag wieder mit Lukas Kessler planen, der seine Sperre aus der Dröschede-Partie abgesessen hat. Musa Sesay war zuletzt krank, hinter seinem Einsatz steht ebenso ein Fragezeichen wie hinter dem angeschlagenen Torhüter-Duo Simon Felbick und Markus Grete.

FSV: Grete, Felbick – Brüll, Schröder, Klamann, Maus, Bierkoch, Sarris, Aydin, Breitenbach, Bektas, P. Fischer, F. Fischer, Sesay, Kessler, R. Zekovic

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare