FSV Werdohl vor weiter Reise nach Bad Berleburg

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Im Hinspiel am Riesei gelang den Werdohlern um Bartos Mura (Mitte) nicht sonderlich viel: Die FSV holte sich Anfang September vergangenen Jahres eine 0:4-Schlappe ab.

Werdohl - Die ersten 90 Minuten absolvieren die Kicker der FSV Werdohl am Sonntag bereits vor dem Anpfiff des Auswärtsspiels in der Fußball-Landesliga beim VfL Bad Berleburg (15 Uhr, Am Stöppel). Denn ungefähr so lange fährt man laut einem Internet-Routenplaner, um die 78 km von Werdohl zum Aufsteiger zurückzulegen. Derweil vermeldet Sportchef Carsten Minker Fortschritte bei der Kaderplanung für die kommende Saison.

„Auch das gehört dazu“, zeigt sich FSV-Trainer Alen Terzic relativ unbeeindruckt von der bevorstehenden Reise. Naturgemäß ist dem Iserlohner hauptsächlich daran gelegen, dass der Trip nach Bad Berleburg sportlich nicht umsonst ist. Die Gastgeber charakterisiert er als „junge Mannschaft mit Qualität in allen Mannschaftsteilen“, darüber hinaus aber auch als „ein Team, das sich über die Kompaktheit und das Kollektiv definiert“.

Das tut freilich auch das FSV-Ensemble – und das in der jüngsten Vergangenheit mit Erfolg. Drei von vier Landesliga-Halbzeiten im Jahr 2015 gegen die prominenten Kontrahenten Olpe (3:2) und Hünsborn (2:2) waren von großer Geschlossenheit und enormer Willenskraft geprägt. „Wir haben uns zuletzt Selbstvertrauen aufbauen können“, unterstreicht Terzic, setzt erneut auf eine vernünftige Balance aus defensiver Stabilität sowie offensivem Mut – und lässt Optimismus durchklingen: „Wenn wir es schaffen, die kleinen Fehler im eigenen Aufbauspiel zu minimieren, dann haben wir gute Chancen, auch in Bad Berleburg etwas zu schnappen.“

Im Hinspiel schnappte vor allem einer zu: Daniel Gora. Der VfL-Torjäger schenkte den Werdohlern Anfang September beim 4:0-Erfolg allein drei Treffer ein, veredelte damit den insbesondere über die Flügel rasanten Vortrag seiner Teamkollegen.

Vier FSV-Akteure können die Reise nicht mit antreten. Emre Aydin weilt im Urlaub, Fisnik Zejnullahu kuriert seine Verletzung am Sprunggelenk aus, Kosta Sarris ist gesperrt, genauso wie Lukas Kessler nach seiner Ampelkarte gegen Hünsborn.

Im Hintergrund arbeitet der Sportliche Leiter Carsten Minker dieser Tage an der Kaderplanung für die neue Saison. Gestern gab es vom 40-Jährigen die ersten Vollzugsmeldungen. Mit dem Torhüter-Duo Markus Grete und Simon Felbick sowie Kapitän Manuel Sander, Kosta Sarris, Musa Sesay, Falk Fischer, Robert Bierkoch, Florian Neuke, Melih Akdeniz und Rejhan Zekovic werden zehn Akteure aus dem aktuellen Kader auch 2015/16 für die FSV auflaufen. Außerdem kehrt Moritz Klamann, der sich im vergangenen Sommer in Richtung SuS Langscheid/Enkhausen verabschiedet hatte, zum Riesei zurück. - Von Christian Müller

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