FSV-Trainer Terzic will die Spannung hochhalten

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Schwerer Stand: Die FSV Werdohl um Torschütze Rejhan Zekovic (Mitte) geriet in Bad Berleburg vor allem in Halbzeit zwei phasenweise unter Druck, rettete aber den 2:1-Auswärtssieg über die Zeit.

Werdohl - Keine scharfe Kritik ob der gegnerischen Druckphase in Halbzeit zwei, aber auch keine ausufernden Lobeshymnen angesichts der starken Punktausbeute 2015: Alen Terzic, Trainer der FSV Werdohl, schätzt die Situation des Fußball-Landesligisten nach dem 2:1-Auswärtssieg in Bad Berleburg ausgesprochen sachlich ein.

Zwischen den beiden Halbzeiten, die die Werdohler beim VfL ablieferten, war ein Ungleichgewicht nicht zu übersehen. „In der ersten Halbzeit waren wir druckvoll und spielbestimmend“, lässt Terzic die Partie Revue passieren. Die Entstehung beider Treffer zur 2:1-Pausenführung belegen, wie wachsam die FSV sich in den ersten 45 Minuten verhielt. Nach einer scharfen Hereingabe von Onur Benli glich Falk Fischer abgezockt die Bad Berleburger 1:0-Führung aus. Beim 2:1 übte Rejhan Zekovic Druck auf die Hintermannschaft der Hausherren aus, provozierte dadurch einen Pass ins Niemandsland, den der Werdohler abfing.

Erst in den zweiten 45 Minuten entwickelte sich dann das, was der starke Aufsteiger im Saisonverlauf so häufig präsentierte: Biss im Kampf um den Ball, Zug im Spiel nach vorn. „Da haben wir ein Stück weit die Spielkontrolle verloren“, räumte Terzic ein und ergänzt: „Dann konnten die Bad Berleburger das spielen, was sie gut macht. Dabei kommen Situationen zustande, die auch mal zu einem Tor führen können.“

Die FSV hätte sich eine Zitterpartie ersparen können, wenn sie eine der hochkarätigen Kontergelegenheiten von Zekovic, Benli oder Fischer in der Schlussphase genutzt hätte. „Wenn du nicht für das 1:3 sorgst, ist klar, dass es hinten heraus ein bisschen spannend wird“, konstatiert der Werdohler Coach unaufgeregt.

Dennoch blieb es beim zweiten Auswärtssieg in Folge – nach dem 3:2 in Olpe ein weiterer, den man nicht einplanen konnte. Überhaupt findet Terzic: „Mit diesen sieben Punkten nach der Winterpause war so nicht unbedingt zu rechnen.“ Aber: Sie haben dazu beigetragen, dass die Riesei-Kicker sich von den Abstiegsrängen abgesetzt, die Lücke auf komfortable 14 Zähler vergrößert haben.

Der nächste Gegner in der Landesliga, der SC Neheim, ist als Tabellensechster hingegen nur noch sechs Punkte entfernt. Für Terzic kein Grund, das Saisonziel Klassenerhalt zu den Akten zu legen. „Nach drei Spieltagen alles zu revidieren, finde ich nicht okay“, betont der Iserlohner: „Ich will die Spannung in der Mannschaft hochhalten. Es ist zu früh, sich auf den wenigen Erfolgen, die wir jetzt hatten, auszuruhen.“

Bevor die FSV ihre Punktejagd in der Meisterschaft fortsetzt, steht jedoch am Gründonnerstag (19 Uhr) das Kreispokal-Halbfinale beim Kiersper SC auf dem Programm. - Von Christian Müller

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