Geschwindigkeit besiegt die FSV Werdohl

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FSV-Torhüter Markus Grete hat sich dem ersten Anschein nach eine Bänderverletzung am Knöchel zugezogen.

Werdohl -  Trainer Alen Terzic ahnte nichts Gutes, obwohl die FSV Werdohl im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den SSV Meschede früh mit 1:0 in Führung gegangen war. „Aber spätestens nach dem schnellen Ausgleichstreffer war es ein schwerer Auftrag für uns“, bilanzierte der Iserlohner. Die Gäste aus dem Hochsauerlandkreis spielten ihre Qualitäten in der Offensive gegen personell dezimierte Werdohler gnadenlos aus.

Und so klang die 2:5-Klatsche aus FSV-Sicht am Ende zwar recht happig, war letztlich aber nur das logische Resultat Mescheder Überlegenheit. „Es hat viel mentale Kraft erfordert, auf das 1:3 noch einmal eine passende Antwort zu geben“, so Terzic, der nicht verschwieg, dass seine Mannen „mit der Geschwindigkeit große Probleme“ hatten.

Die hätten die Hausherren gegen die ligaweit gefürchteten Wirbelwinde Bilal Yavuz, Burak Yavuz und Mahmut Yavuzaslan wohl auch in Bestbesetzung gehabt. Doch nachdem Matthes Schröder sich kurzfristig privat das Handgelenk gebrochen hatte und Robert Bierkoch zu dem angekündigten Auslandsaufenthalt aufgebrochen war, musste die FSV auf die komplette etatmäßige Innenverteidigung verzichten. Emre Aydin und Murat Kaya, im Regelfall das Gespann im defensiven Mittelfeld, sprangen eine Position weiter hinten in die Bresche. „Für die beiden war es schwierig. Hier und da waren Abstimmungsprobleme klar ersichtlich“, betonte Terzic.

Der SSV erkannte die Werdohler Unpässlichkeiten und setzte sein Offensiv-Trio immer wieder gekonnt ein. Und weil die Werdohler sich trotz aller personellen Sorgen einer Abwehrschlacht verweigerten, stattdessen weiter auch um Akzente nach vorne bemüht waren, schraubte Meschede das Resultat bis Minute 59 auf 1:5 in die Höhe. „Unser Spiel ist das Umschalten. Und Alen ist ein Trainer, der seine Mannschaften Fußball spielen lassen will. Da hast du auch mehr Tiefe. Das haben wir gut genutzt“, freute sich SSV-Coach Heiko Hofmann über die Art und Weise, wie seine Schützlinge mit den Räumen umgingen.

Die Werdohler bangen in den kommenden Wochen um Torhüter Markus Grete, der sich wohl eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zugezogen hat. Zudem wartet die FSV seit nunmehr fünf Partien auf einen Sieg. „Noch haben wir alles in der eigenen Hand“, mahnt Terzic im Kampf um den Klassenerhalt zur Ruhe. Am kommenden Sonntag hat seine Elf spielfrei. „Unsere Langzeitverletzten kehren dadurch nicht zurück. Aber wir haben Gelegenheit, uns über das Training in eine bessere Verfassung zu bringen“, blickt der Coach auf die anstehenden zwei Wochen. - Von Christian Müller

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