FSV Werdohl schenkt gegen Hüsten 3:0-Führung her

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Kosta Sarris (links) und die FSV Werdohl gaben gegen Hüsten einen 3:0-Vorsprung aus der Hand.

Werdohl - Flutlichtausfall, Spielunterbrechung, umstrittene Schiedsrichterentscheidungen und eine aus der Hand gegebene 3:0-Führung: Die FSV Werdohl erlebte am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Hüsten einen denkwürdigen Tag in der Fußball-Landesliga. Das 3:3-Remis für die Gäste in der fünften Minute der Nachspielzeit markierte das kuriose Ende einer verrückten Partie.

Die Anfangsphase sah eine starke FSV, die den Kontrahenten beherrschte. Zwar gehörte Hüstens Torjäger Voß (4.) die erste Offensivszene, die Werdohls Schlussmann Markus Grete entschärfte. Doch danach spielte für lange Zeit nur noch das Team von FSV-Trainer Marco Sadowski. Die Gäste waren mit den schnellen, im Zweikampf bissigen Hausherren schlichtweg überfordert, agierten in der eigenen Hälfte nervös und hektisch.

Für die Führung benötigte die FSV dennoch einen Handelfmeter, den Lukas Kessler zum 1:0 verwandelte (31.). Nur drei Minuten danach erhöhte der Ex-Hohenlimburger auf 2:0 (34.). Nach dem Seitenwechsel war Murat Kaya per Distanzschuss mit dem Treffer zum 3:0 zur Stelle – und die Partie schien nach 51 Minuten gelaufen.

Doch dann überschlagen sich auf dem Kunstgrün am Riesei die Ereignisse. Um 17.13 Uhr, in der 57. Spielminute, fiel das Flutlicht, das wegen der späten Anstoßzeit um 16 Uhr überhaupt erst benötigt wurde, aus. Schiedsrichter Marcel Skorupa unterbrach die Begegnung, schickte die Mannschaften in die Kabine. 23 Minuten später waren alle Flutlichtmasten wieder eingeschaltet, der Referee pfiff wieder an.

Und in den ersten Sequenzen schien auch alles beim Alten: Die Werdohler waren Herr der Lage, Hüsten ungefährlich. Kessler musste nach einem Foul von Giovanni Cannata verletzt ausgewechselt werden und erlebte darum die entscheidenden Momente nicht mehr auf dem Feld.

Voß wuchtete die Kugel per Direktabnahme zum 3:1 in die Maschen (80.). Was nach Ergebniskosmetik aussah, wandelte sich aus FSV-Sicht schon bald in ein sportliches Drama. Zwei Werdohler attackierten Voß elfmeterreif. Mit dem fälligen Strafstoß schenkte Dirk Mikolajczak der Sadowski-Truppe das 3:2 ein. Und schließlich verhängte Skorupa noch einen fragwürdigen Handelfmeter gegen Melih Akdeniz, den Max Plett im Nachsetzen zum 3:3-Endstand versenkte.

„Die Unterbrechung hat uns nicht gut getan. Wir haben ganz klar dominiert und verlieren dann total den Faden“, schimpfte ein aufgebrachter Sadowski. - Von Christian Müller

FSV: Grete – Akdeniz, Schröder, Maus, Sarris – El Alami (65. Breitenbach), Kaya – Sander (63. Zejnullahu), Kessler (76. Benli), Mura – Bierkoch

Hüsten: Johnke – Held (61. Gebhardt), Menke, Winkler, Mikolajczak – Werner (72. Fischer), Plett – Schultealbert (46. Melki), Cannata – Völker, Voß

Schiedsrichter: Marcel Skorupa (Iserlohn)

Tore: 1:0 (31., Handelfmeter) Kessler, 2:0 (34.) Kessler, 3:0 (51.) Kaya, 3:1 (80.) Voß, 3:2 (87., Foulelfmeter) Mikolajczak, 3:3 (90.+5) Plett

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