FSV Werdohl fährt zum angeschlagenen SSV Meschede

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Schwerer Stand: Beim bis dato letzten Auftritt in Meschede unterlag die FSV Werdohl um Lukas Kessler (rechts) im Oktober 2014 noch unter Ex-Trainer Marco Sadowski mit 1:3.

Werdohl - Ein Angstgegner? Da widerspricht Manuel Sander. „So etwas haben wir in den Köpfen nicht drin.“ Der Trainer der FSV Werdohl sieht sein Team im Auswärtsspiel der Fußball-Landesliga beim SSV Meschede am Sonntag (14.30 Uhr, Sportzentrum Dünnefeld) nicht chancenlos, auch wenn die FSV gegen den SSV zuletzt vier Mal in Serie unterlag.

Weder in der Saison 2013/14 noch 2014/15 gab es für die Kicker vom Riesei etwas zu holen gegen die Elf des Mescheder Coaches Heiko Hoffmann. Mit Carsten Minker, Marco Sadowski und Alen Terzic sah sich Hoffmann im gleichen Zeitraum drei FSV-Trainern gegenüber, die vergeblich versuchten, gegen „seinen“ SSV etwas auszurichten.

Nun also Sander. Das Werdohler Urgestein weiß um die Qualitäten der Hochsauerländer. „In den vergangenen Jahren ist Meschede immer ziemlich dominant gewesen“, sagt der Coach. „Wenn sie funktionieren, sind sie gut. Wir wollen dafür sorgen, dass sie nicht funktionieren.“ Sander hat seine Spieler am Dienstag noch einmal intensiver verbal ins Gebet genommen. Was genau Thema der Aussprache war, wollte er zwar nicht verraten. Unabhängig davon ist der 31-Jährige aber darum bemüht, die unnötige 0:2-Pleite gegen den SC Hennen am Freitag vergangener Woche angesichts zweier aufeinander folgender Siege in den Wochen zuvor nicht zu hoch zu hängen. „Wir wollen jetzt auch nicht alles schlecht reden“, bekräftigt Sander.

So verheerend die Werdohler Bilanz gegen Meschede in der jüngsten Vergangenheit ist, so groß ist am Riesei die Hoffnung, dass gerade diesmal vielleicht etwas gehen könnte gegen die Dünnefeld-Kicker. Aus den vergangenen drei Begegnungen kassierte der SSV drei Niederlagen, fing sich dabei in der Summe zehn Gegentreffer und musste beim 0:3 in Hünsborn am vergangenen Sonntag zudem den Platzverweis gegen Leistungsträger Mahmut Yavuzaslan verkraften, der bis zum 22. November aus dem Verkehr gezogen wurde. Um Trainer Hoffmann rankten sich zeitweise Rücktrittsgerüchte, die dieser sich beeilte, zu dementieren. Trotz all dieser Probleme bleibt die individuelle Klasse der Offensive um Burak Yavuz ein ständiger Unruheherd. „Es liegt an uns, dass keiner von denen den Unterschied ausmachen wird“, sagt Sander.

Der FSV-Trainer muss am Sonntag auf Bartos Mura (beruflich verhindert) und den verletzten Semir Tuz verzichten. Der ohnehin am Knie angeschlagene Falk Fischer fällt in den kommenden Wochen schulisch bedingt aus.

FSV: Felbick – Brüll, Schröder, Klamann, Bierkoch, Sarris, Breitenbach, Aydin, Bektas, Maus, Kessler, P. Fischer, Sesay, R. Zekovic

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