FSV Werdohl will in Neheim keinen Abwehrbeton anrühren

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Nach Bad Berleburg wartet auf Robin Breitenbach (rechts) und die FSV in Neheim das nächste Top-Team der Liga.

Werdohl -  Es ist ja nicht so, dass Marco Sadowski derzeit nicht mit genügend Fragezeichen zu kämpfen hätte. Doch vor dem Auswärtsspiel der FSV Werdohl beim SC Neheim (15.30 Uhr, Stadion Binnerfeld) kommt ein weiteres dazu – der Untergrund.

Denn am Freitag war noch nicht klar, ob die Begegnung beim aktuellen Tabellenführer der Fußball-Landesliga auf einem Natur- oder Kunstrasenplatz stattfindet.

„Wenn wir auf einem Naturrasen spielen, dann wissen wir nach den 90 Minuten wirklich, was wir getan haben“, beschreibt Sadowski den höheren Kraftaufwand, den seine personell noch immer gebeutelten Schützlinge auf einem solchen Geläuf betreiben müssten – insbesondere dann, wenn der Boden witterungsbedingt tief ist.

Ob die Halme nun echt oder aus Plastik sein werden – die Aufgabe in dem Arnsberger Ortsteil wird für die Werdohler so oder so keine einfache: Auf der einen Seite der Spitzenreiter, der unter seinem gewieften Trainer Alex Bruchhage erst am Freitag vergangenener Woche beim 1:1 gegen den SSV Meschede die ersten Punkte abgab.

Auf der anderen Seite die FSV, die zuletzt drei Niederlagen in Serie kassierte, noch auf den ersten dreifachen Punktgewinn unter Sadowski wartet und in den Übungseinheiten verletzungs- und urlaubsbedingt teilweise nicht einmal Mannschaftsstärke erreichte. „Man könnte es auch so sehen, dass wir nicht viel zu verlieren haben“, geht der Werdohler Trainer die Partie mit einem Schuss Gelassenheit an. Abwehrbeton, um wenigstens einen Zähler zu ermauern, will er dennoch nicht anrühren lassen, vielmehr auf Konstruktivität setzen. „Wir werden uns nicht hinten rein stellen und darauf hoffen, dass Neheim das Tor nicht trifft“, stellt Sadowski klar.

Personell gibt es erste Anzeichen von Entwarnung, auch wenn die Situation für Sadowski und seinen Assistenten Bülent Albayrak noch längst nicht viel Spielraum hergibt. Rejhan Zekovic hat unter der Woche nach seinem Muskelfaserriss schmerzfrei trainiert, zudem sind die Urlauber Redouane El Alami und Sandro Collura zurück.

Am Samstagabend kehrt Murat Kaya aus den Ferien zurück, könnte laut Sadowski direkt in den Kader rutschen. „Wir haben vielleicht ein, zwei Alternativen mehr“, so der Lüdenscheider.

Kein Thema ist Fisnik Zejnullahu, der schon beim 0:4 gegen Bad Berleburg wegen eines Muskelfaserrisses fehlte. Fraglich ist der Einsatz von Torhüter Marcus Grete (Haarriss an der Hand) und Lukas Kessler (Trauerfall in der Familie). Gian-Marco De Luca steht wegen eines Kurzurlaubs nicht zur Verfügung. Darum könnte Melih Akdeniz aus der Reserve aufrücken. - Von Christian Müller

FSV: Grete (?), Felbick – Bierkoch, Schröder, Maus, Neuke, El Alami, Breitenbach, Kaya (?), Benli, Mura, Kaya (?), Collura, Zekovic (?), Akdeniz (?)

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