FSV Werdohl fährt ohne Ehrfurcht zum SSV Meschede

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Beim bislang letzten Gastspiel in Meschede erkämpfte sich die FSV Werdohl (rechts Florian Neuke) einen glanzlosen 2:1-Erfolg. Inzwischen hat sich der SSV zu einem Geheimfavoriten im Aufstiegskampf entwickelt.

Werdohl - Die Situation bei der FSV Werdohl hat sich entspannt. Sieben von neun möglichen Punkten holte das Team von Trainer Marco Sadowski aus den vergangenen drei Partien, hat sich etwas Luft zu den Abstiegsrängen verschafft und auf Rang neun vorgearbeitet. Am Sonntag (15 Uhr, Sportzentrum Dünnefeld) aber gastiert der heimische Fußball-Landesligist bei einem der Schwergewichte der Liga: SSV Meschede.

Wie unangenehm es ist, am Dünnefeld zu spielen, musste die FSV beim jüngsten Aufeinandertreffen beider Vereine feststellen. Ende März siegten die Werdohler damals noch mit Carsten Minker als Trainer mit 2:1 in Meschede, zeigten dabei aber über weite Strecken fußballerische Magerkost.

Seither hat sich bie Mannschaft von SSV-Trainer Heiko Hoffmann entwickelt. Aus einem Mittelfeld-Team ist ein Geheimfavorit im Aufstiegskampf geworden, der aktuell Platz fünf einnimmt – bei einer absolvierten Partie weniger als die besser gestellten Klubs. Vor allem im Spiel nach vorn verfügt Meschede mit Burak Yavuz und Mahmut Yavuzaslan über außergewöhnliche Qualität.

All das hat auch Sadowski registriert. „Der SSV hat daheim bislang erst einmal Punkte abgegeben, ansonsten alles weggescheppert“, resümiert der FSV-Trainer mit Blick auf das 1:1-Remis gegen den SC Neheim Anfang September. „Natürlich muss man da erst einmal versuchen, die Defensive zu stabilisieren“, gibt Sadowski Einblick in seine taktischen Überlegungen, ohne jedoch konkret werden zu wollen. Abwehrbeton anzurühren, plant er indes nicht. „Man kann sich nicht 90 Minuten hinten reinstellen, das geht nicht gut“, ist dem Coach bewusst.

Zumal es um Form und Nervenkostüm seiner Schützlinge um einiges besser bestellt sein müsste als noch vor Monatsfrist. „Wir haben durch die jüngsten Ergebnisse Selbstvertrauen getankt und müssen jetzt nicht voller Ehrfucht nach Meschede fahren“, stellt Sadowski klar.

Um die ein oder andere personelle Modifikation werden er und sein Assistent Bülent Albayrak, der den SSV einmal beobachtete, aber auch diesmal nicht herumkommen. Robin Breitenbach weilt im Urlaub – somit wird eine Planstelle in der Anfangself frei. Fisnik Zejnullahu kehrt hingegen nach seiner Muskelverletzung in den Kader zurück, während Robert Bierkoch, der erst am Donnerstag aus dem Urlaub zurückkehrte, und Sandro Collura eventuell die zweite Mannschaft in der Bezirksliga verstärken werden. Bis auf die langzeitverletzten Manuel Sander, Baris Caliskan und Rejhan Zekovic hat Sadowski damit alle Mann an Bord. - Von Christian Müller

FSV: Grete, Felbick – Bierkoch (?), Schröder, Maus, Kaya, Neuke, El Alami, Schwenck, Benli, Mura, Strongface, De Luca, Intravaia, Zejnullahu

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