Landesligist FSV Werdohl reist zum SV Ottfingen

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Bartos Mura (rechts) und die FSV Werdohl haben nach dem 0:0 am Ostermontag gegen den SV Rothemühle am Spielaufbau gearbeitet und setzen auf einen Sieg gegen den Abstiegskandidaten aus Ottfingen.

Werdohl - Geht es nach Trainer Carsten Minker, treffen die Akteure der FSV Werdohl am Sonntag im Auswärtsspiel der Fußball-Landesliga beim SV Ottfingen (15.30 Uhr) mehr richtige Entscheidungen – insbesondere vor des Gegners Tor. Denn genau daran haperte es bei den Kickern vom Riesei zuletzt.

Schon seit mehreren Wochen, so hat Minker beobachtet, wählen seine Schützlinge vor dem Torabschluss meistens die falsche Option – Flanke statt Torschuss und umgekehrt, Flanke statt Dribbling. In 80 Prozent der Fälle sei das so gewesen, schätzt der Werdohler Coach, der beim 0:0 gegen den SV Rothemühle am Ostermontag außerdem mit dem taktischen Verhalten seiner Stürmer Gian-Marco De Luca und Damiano Intravaia nicht immer einverstanden war. „Wir sind unglaublich oft und unglaublich unnötig ins Abseits gelaufen“, kritisierte der 39-Jährige.

Dennoch gönnte Minker seinen Schützlingen nach der Partie am Montag einen trainingsfreien Dienstag, setzte die nächste Einheit erst für Donnerstag an, ehe am Freitag das Abschlusstraining anstand. Auf dem Plan stand dabei vor allem der Spielaufbau. Denn bei der Entfaltung des eigenen Offensivpotentials haben die Kicker vom Riesei Luft nach oben.

Inwieweit die FSV Fortschritte gemacht hat, wird das Gastspiel in Ottfingen zeigen. Elf Zähler trennen den Tabellenvorletzten SVO vom SV Hüsten, der mit 27 Punkten den ersten Nichtabstiegsrang einnimmt – der Absturz in die Bezirksliga scheint kaum noch zu vermeiden.

„Für Ottfingen ist die Partie gegen uns die allerletzte Chance“, betont Minker, dass er einen dreifachen Punktgewinn keinesfalls als selbstverständlich ansieht. „Schnell für klare Verhältnisse zu sorgen, das wird uns mit unserem Personal in der Landesliga nicht glücken“, weiß der neue Sportliche Leiter der FSV.

In eben dieser Funktion vermeldete Minker, der die Kaderplanung für die kommende Spielzeit im Idealfall Anfang Mai abgeschlossen haben will, am Freitag eine weitere Zusage: Abwehrrecke Matthes Schröder kickt auch in der Saison 2014/15 am Riesei.

In Ottfingen muss die FSV lediglich auf Rejhan Zekovic verzichten. Außerdem wurde bei Falk Fischer ein Bänderriss diagnostiziert, der für ihn das Saisonende bedeutet. Damit kann Fischer vor seinem Wechsel zum Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen nicht mehr für die Werdohler auflaufen. - Von Christian Müller

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