FSV Werdohl setzt „kleinen Grundstein“ im Abstiegskampf

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Musa Sesay (links) netzte nach einigen vergebenen Möglichkeiten zum 2:1 für die FSV Werdohl ein.

Werdohl - Wie wichtig der 2:1-Erfolg gegen den VfL Bad Berleburg war, das zeigte die Reaktion nach dem Abpfiff: Trainer Manuel Sander versammelte alle Spieler und Betreuer der FSV Werdohl noch auf dem Kunstrasen in einem Kreis, um einige Worte an das Team zu richten.

„Wir wollten den Sieg ein bisschen mehr“, brachte der 31-Jährige auf den Punkt, was in diesem Spiel der Fußball-Landesliga am Ende das Pendel zugunsten der FSV ausschlagen ließ.

In mancherlei Hinsicht wies der Heimauftritt gegen den VfL starke Parallelen zum bis dato einzigen Werdohler Saisonsieg am 20. September gegen den BC Eslohe (1:0) auf: Ein fußballerisch limitierter und offensiv folglich vielfach harmloser Gegner, eine frühe Führung für Werdohl, aber eben auch die Unfähigkeit der FSV, die spielerischen und kämpferischen Vorteile frühzeitig in ein klares Ergebnis umzumünzen. „Es war trotzdem nicht alles Gold, was glänzt“, mischte sich bei Sander in die Freude entsprechend auch ein wenig Kritik. „Fußballerisch war es schwierig, sich dem Spiel insgesamt nicht anzupassen.“

Denn zwischenzeitlich sah es danach aus, als würde der Plan der Bad Berleburger aufgehen. Die FSV-Führung durch Marius Maus egalisierte Dennis Althaus, der an einen immer länger werdenden Freistoß von Christopher Geisler im allgemeinen Getümmel vor Werdohls Torhüter Simon Felbick irgendwie noch eine Fußspitze heran brachte. Ein Gegentor, gegen das Felbick angesichts der unübersichtlichen Spielertraube vor seiner Nase wenig ausrichten konnte, das aber dennoch irgendwie unglücklich aussah.

Danach waren die Gäste mit ihrer Fünfer-Abwehrkette wieder in erster Linie darauf bedacht, nichts zuzulassen. Die FSV kam trotzdem zu Chancen, vor allem der wieselflinke Musa Sesay, der in der Pause für Rückkehrer Semir Tuz gekommen war, sorgte für einigen Wirbel und hätte schon vor seinem 2:1-Siegtreffer ein, zwei Mal einnetzen können.

Der erneute Rückstand rüttelte den VfL dann am Riesei noch einmal wach, allein: Übersicht und technisches Vermögen reichten nur selten, um die Werdohler ernsthaft zu gefährden. Gleichwohl wusste Sander: „Hinten heraus kann dann immer noch etwas schief gehen.“

Tat es aber nicht. Und darum haben die Werdohler nunmehr Kontakt zum ersten Nichtabstiegsplatz, auf dem Bad Berleburg steht – aber nur noch einen Zähler vor der FSV. „Für uns war das ein kleiner Grundstein, um den Anschluss nicht zu verlieren“, ordnete der Trainer die Punkte vier bis sechs ein.

Den nächsten Schritt können die Riesei-Kicker am kommenden Sonntag gehen. Denn mit einem Erfolg beim SV Attendorn könnte die FSV fast schon Kontakt zum unteren Mittelfeld herstellen.

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