Verletzungen bringen FSV Werdohl aus dem Konzept

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Die Platzwunde von Bartos Mura musste im Krankenhaus genäht werden, später schied auch Innenverteidiger Marius Maus verletzungsbedingt aus.

Werdohl -  Was vor Wochenfrist gegen den SV Hüsten zumindest bis zum Flutlichtausfall noch bestens klappte, brachte die FSV Werdohl am Sonntag beim SV Attendorn auf die Verliererstraße: Probleme im eigenen Offensivspiel. Doch die Alternativen in der „Abteilung Attacke“ des heimischen Fußball-Landesligisten sind rar, Besserung kaum in Sicht.

Keine 24 Stunden waren seit der 1:2-Pleite beim Aufsteiger aus der Hansestadt vergangen, da hatte Bülent Albayrak, Co-Trainer der FSV, am Montag eine umfassende Analyse parat. „In der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen zu hektisch, was in der zweiten Hälfte besser war“, resümierte der Assistent von Chefcoach Marco Sadowski. Letzterer war am Montag verhindert und folglich für keine Stellungnahme erreichbar, dürfte auf der Bezirkssportanlage an der Wiesbadener Straße aber zu ähnlichen Schlüssen gekommen sein wie Albayrak. „Wir haben die Angriffe nicht gut zuende gespielt, über die Außenbahnen die Flanken aus dem Halbfeld gebracht. Da hat der Mut gefehlt, bis zur Grundlinie zu gehen“, setzte der Co-Trainer die Werdohler Mängelliste fort.

Und eine Erklärung dafür lieferte er gleich mit. „Die frühzeitige Umstellung hat unserem Spiel nicht gut getan“, so Albayrak. Gemeint war damit nicht so sehr der Ausfall von Bartos Mura, der seine blutende Platzwunde im Krankenhaus nähen lassen musste und nach etwas mehr als einer Viertelstunde auf der linken offensiven Seite der FSV positionsgetreu durch Florian Neuke ersetzt wurde. Tiefgreifender in die Werdohler Grundordnung war der Umstand, dass Innenverteidiger Marius Maus nach einer halben Stunde signalisierte, dass es für ihn wegen anhaltender Rückenprobleme nicht weiter geht.

Da Sadowski keinen Mann für das Abwehrzentrum auf der Bank hatte, kam Onur Benli. Maus’ Position übernahm Murat Kaya, der darum von Manuel Sander im defensiven Mittelfeld vertreten werden musste. Benli schließlich fand seinen Platz rechts offensiv, wo eigentlich Kapitän Sander für Wirbel hatte sorgen sollen.

Dass diese Wechselei nicht unbedingt zu mehr Struktur im Angriffsspiel führte, erscheint plausibel – ändert aber nichts an der Tatsache, dass die FSV den Abstiegsplätzen weiter bedrohlich nahe ist. Der Abstand auf die SF Siegen II beträgt lediglich vier Punkte.

Derweil scheint eine Rückkehr von Falk Fischer, der beim Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen keine Rolle mehr spielt, möglich. „Ich werde mich damit beschäftigen“, bestätigte FSV-Sportchef Carsten Minker, schränkte allerdings ein, dass es bisher lediglich „losen Kontakt“ gegeben habe. - Von Christian Müller

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