FSV Werdohl trifft auf den starken Aufsteiger Bad Berleburg

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Lukas Kessler (links, Szene aus der Partie bei RW Hünsborn) und die FSV Werdohl sind personell weiter gebeutelt.

Werdohl -  Es ist das alte Lied, und Marco Sadowski mag es inzwischen selbst nicht mehr singen. „Ich komme mir ja ein bisschen blöd vor, dass ich im Moment jede Woche das Gleiche erzählen muss“, sagt der Trainer der FSV Werdohl vor dem Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den VfL Bad Berleburg am Sonntag (15.30 Uhr). Aber die personelle Misere ist und bleibt am Riesei derzeit eben das beherrschende Thema.

Denn auch die Erstrundenpartie im Kreispokal beim SV Hellas Lüdenscheid am Mittwochabend ging für die FSV bekanntlich nicht ohne Verluste aus, auch wenn am Ende der Sieg im Elfmeterschießen stand. Abwehrrecke Baris Caliskan zog sich eine Schultereckgelenksprengung zu und wird am Dienstag operiert. Eine genaue Prognose zur Ausfalldauer steht noch aus, aber es ist nicht auszuschließen, dass die Hinserie damit für den früheren Neuenrader gelaufen ist.

Damit bleiben Sadowski für das Duell mit dem starken Aufsteiger aus Bad Berleburg neben dem Torhüter-Duo Marcus Grete und Simon Felbick lediglich elf Feldspieler. Und in dieser Rechnung sind die angeschlagenen Robert Bierkoch und Fisnik Zejnullahu bereits inklusive. „Und in dieser Situation kommt nach Olpe der nächste Knaller zum Riesei“, weiß Sadowski um die alles andere als einfache Aufgabe, die seine Elf gegen den Aufsteiger erwartet.

Der VfL dominierte in der vergangenen Saison in beeindruckender Manier die Bezirksliga-Staffel 4 und setzte auch in der neuen Spielklasse bereits die ersten Ausrufezeichen. Sieben von neun möglichen Zählern nach drei Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache und spülen das Team von Trainer Andreas Edelmann auf Tabellenplatz drei. Zuletzt gelang ein 1:1-Remis gegen den SSV Meschede – jene Truppe also, die den Meisterschaftsfavoriten SpVg Olpe am ersten Spieltag mit 0:4 deklassierte. Davor bekamen bereits die Sportfreunde Siegen II sowie der FC Lennestadt um Torjäger Florian Friedrichs bei 0:2-Niederlagen die Bad Berleburger Spielfreude zu spüren. FSV-Coach Sadowski hat bei Trainerkollegen Erkundigungen über den Aufsteiger eingeholt und fasst seine Erkenntnisse wie folgt zusammen: „Eine Mannschaft, die taktisch stark ist, laufstark, und die wirklich über das Team kommt – plus der Aufstiegseuphorie.“

Von Euphorie kann im Werdohler Lager hingegen nach bislang nur einem Punkt nicht ansatzweise die Rede sein. Und weil die Möglichkeiten, im Training taktisch und spielerisch zu arbeiten, derzeit arg limitiert sind, nimmt Sadowski das Publikum am Riesei mit ins Boot. „Man hat im Pokal bei Hellas gesehen, was die Zuschauer ausmachen können. Es wäre ein guter Ansatz, wenn auch bei uns der ein oder andere positiv mit einwirkt“, so der Lüdenscheider. - Von Christian Müller

FSV: Grete, Felbick – Schröder, Maus, Bierkoch (?), Neuke, Breitenbach, Benli, Mura, Strongface, Kessler, De Luca, Zejnullahu (?)

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