FSV Werdohl tritt in Hüsten als Einheit auf

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Direkt nach dem Abpfiff gratulierte Trainer Terzic seinen Spielern im Kreis zu dem wichtigen Sieg in Hüsten.

Werdohl - Keine Sekunde zu früh hat die FSV Werdohl ihre Durststrecke in der Fußball-Landesliga beendet und im Abstiegskampf beim direkten Konkurrenten SV Hüsten 09 mit 3:0 einen möglicherweise vorentscheidenden Sieg eingefahren. Es war ein Erfolg der Disziplin. Und mit eben der war es nach dem Abpfiff erst einmal vorbei – allerdings im positiven Sinne.

Trainer Alen Terzic stürmte direkt Richtung Kabine, nachdem die Partie beendet und der aus Werdohler Sicht so wichtige „Dreier“ eingefahren war. Die Mannschaft aber blieb draußen, jubelte ausgelassen und nahm Glückwünsche vom Vorsitzenden Thomas Dinter, Sportlichen Leiter Carsten Minker und einigen mitgereisten Werdohler Zuschauern entgegen.

Also wagte sich auch der Coach wieder in die kleine Menschentraube im Stadion Große Wiese und richtete im Kreis einige Worte an seine Schützlinge. „Mir war wichtig, dass ich den Jungs direkt zwei, drei Dinge mitgeben kann“, betonte der 34-Jährige.

Die Ausgangslage war für die FSV gefährlich. Mit einer Niederlage wären die Werdohler am drittletzten Spieltag auf den Abstiegplatz 14 abgestürzt, den jetzt mit fünf Zählern Rückstand auf die Riesei-Kicker weiter Hüsten inne hat. „Alen und ich haben die ganze Woche mit verschiedenen Maßnahmen auf die Wichtigkeit dieses Spiels hingewiesen. Und man hat gesehen, dass die Jungs das kapiert haben“, war die Erleichterung auch bei Minker deutlich herauszuhören. Dem 40-Jährigen ist bewusst, dass das Abstiegsgespenst es sich im Falle eines Scheiterns auf der Großen Wiese in Werdohl so richtig gemütlich gemacht hätte. „Der Schlüssel war, dass wir uns als Verein und als Mannschaft gegen dieses Szenario gewehrt haben“, betonte der Sportchef.

Fußball aus der Feinkostabteilung lieferten in Hüsten beide Teams nicht, aber das war angesichts der tabellarischen Konstellation auch nicht zu erwarten gewesen.Dafür gab es eine konzentriert arbeitende FSV-Elf zu sehen, die ihre Aufgaben in der Defensive seriös erledigte und vorne immer wieder jene Gefahr ausstrahlte, die von den Gastgebern nahezu überhaupt nicht ausging. „Ausschlaggebend war, dass wir die organisiertere Mannschaft waren“, so die Analyse von Terzic.

Die Chance, dass der zum Saisonende scheidende Trainer seine „Mission Klassenerhalt“ bei der FSV zu einem erfolgreichen Ende führt, sind seit Sonntag dramatisch gestiegen. Fünf Punkte Vorsprung vermitteln zwei Spieltage vor dem Ende ein Gefühl von Sicherheit. „Jetzt möchten wir den entscheidenden Matchball möglichst schnell verwandeln“, sagte Terzic. Die Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag gegen einen weiteren direkten Konkurrenten: den SV Attendorn.

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