FSV bezwingt direkten Konkurrenten Bad Berleburg

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Semir Tuz (links) stand bei seinem ersten Spiel seit seiner Rückkehr zur FSV Werdohl zwar in der Startelf, musste aber schon in der Halbzeitpause wegen einer Oberschenkelblessur ausgetauscht werden.

Werdohl - Die FSV Werdohl feiert einen wichtigen Achtungserfolg im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga: Gegen den vor der Begegnung vier Punkte besser gestellten VfL Bad Berleburg siegte die Elf des Trainer-Duos Manuel Sander und Carsten Minker am Sonntag mit 2:1 (1:1) und rückt damit bis auf einen Zähler an die Gäste heran.

Der VfL agierte betont defensiv, hatte bei Werdohler Ballbesitz eine Fünfer-Abwehrkette formiert. Die aber war schon nach vier Minuten zum ersten Mal geknackt. In Anschluss an einen Freistoß schlug Rejhan Zekovic eine maßgeschneiderte Flanke in den Bad Berleburger Strafraum, die genau auf dem Kopf von Marius Maus landete. Der Defensiv-Spezialist wuchtete die Kugel zum 1:0 für die FSV in die Maschen.

Danach blieben Torraumszenen für längere Zeit aus. Die Hausherren zeigten zwar mehr Initiative, waren darum bemüht, das Spiel in die Hand zu nehmen, entwickelten gegen die dicht gestaffelten Gäste aber zu wenig Durchschlagskraft. Dem VfL hingegen mangelte es über weite strecken schlicht an Technik, Tempo und Kreativität, um Werdohl auf spielerischem Wege vor Probleme zu stellen. So war es quasi nicht anders denkbar, als dass der 1:1-Ausgleich, wenn er denn fiele, aus einer Standardsituation resultieren würde. Von der linken Seite kurz hinter der Mittellinie drosch Christopher Geisler die Kugel in Richtung FSV-Strafraum, wo sie sich ins lange Eck zum 1:1 senkte (24.). Lediglich Dennis Althaus hatte noch die Fußspitzen an diesen Ball bekommen.

Am generellen Verlauf der Partie änderte dies wenig. Die FSV tat etwas mehr fürs Spiel und hätte durch Zekovic, der an einer Flanke von Falk Fischer haarscharf vorbei rauschte, erneut in Führung gehen können (38.). Falk Fischer selbst fand seinen Meister bei einem Kopfball nach Zuspiel von Lukas Kessler in VfL-Schlussmann Patrick Homrighausen (54.). Die dickste Möglichkeit aber hatte der zur Pause für Rückkehrer Semir Tuz eingewechselte Musa Sesay, der von Kessler per Traumpass bedient wurde und das Bad Berleburger Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte (73.). Neun Minuten vor Schluss war Sesay dann aber doch noch mit dem 2:1 zur Stelle. Peter Rosenblatt hatte auf der Gegenseite die größte Chance zum erneuten Ausgleich (86.), unter dem Strich siegte Werdohl aber nicht unverdient.

FSV: Felbick – Aydin, Schröder, Klamann, Sarris (74. Bierkoch) – Maus – Mura, Kessler, R. Zekovic, F. Fischer (56. P. Fischer) – Tuz (46. Sesay)

VfL: Homrighausen – Schwarz, J. Neusesser, T. Neusesser, Geisler, Birkelbach – Pfeiffer, Schneider, L. Neusesser – Rosenblatt, Althaus (57. Lückel)

Schiedsrichter: Tillmann (Breckerfeld)

Tore: 1:0 (4.) Maus, 1:1 (24.) Althaus, 2:1 (81.) Sesay

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